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	<description>Die Ewige Bestimmung aller lebenden Geschöpfe</description>
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		<title>Das Evangelium &#8211; Wenn ein Wort leer wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 19:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Umkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wort «Evangelium» heisst frohe Botschaft. Es ist das besondere Kennzeichen aller Kirchen und Denominationen, die sich auf die Reformation berufen. Es suggeriert Klarheit und Identität. Wenn dieses Wort aber leer wird, verliert die Kirche ihre Basis und der Glaube seine Substanz. Als evangelisch-reformierter Pfarrer der Zürcher Landeskirche habe ich seit Jahren beobachtet, wie Theologen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Wort «Evangelium» heisst frohe Botschaft. Es ist das besondere Kennzeichen aller Kirchen und Denominationen, die sich auf die Reformation berufen. Es suggeriert Klarheit und Identität. Wenn dieses Wort aber leer wird, verliert die Kirche ihre Basis und der Glaube seine Substanz.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als evangelisch-reformierter Pfarrer der Zürcher Landeskirche habe ich seit Jahren beobachtet, wie Theologen, Mitarbeiter und Freiwillige selbstverständlich und fast reflexartig vom «Evangelium» sprechen, so, als ob allen klar wäre, was damit gemeint sei; entweder um eine konfessionelle Einheit zu beschwören, oder um sich gegen bestimmte politische Meinungen und Richtungen abzugrenzen: Dies oder jenes «widerspricht dem Evangelium», der frohen Botschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer eine präzisere zeitgemässe Auskunft verlangt, was die Kernaufgabe der Kirche sei, bekommt seit neuerem die akademisch aufpolierte Formel zu hören: «Kommunikation des Evangeliums». Zur Kommunikation liegen in der Tat hilfreiche Modelle und Theorien vor. Aber was ist damit wirklich gewonnen, wenn «das Evangelium» im Vagen bleibt? Es verkommt zu einer blossen Worthülse, einem Containerbegriff, in den man kirchliche Aktivitäten aller Art hineinpacken kann?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>«Im Vertrauen auf das Evangelium»</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Worten beginnt die Präambel, die feierliche Einleitung zur aktuellen Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Das scheint mir ein guter Ausgangspunkt für eine Tiefenbohrung zu sein. «Im Vertrauen auf das Evangelium» ist also die Grundlage des evangelisch-reformierten Christseins. Sie zeigt an, dass man an <em>etwas</em> glaubt, auf <em>eine Sache</em> vertraut, eben auf das Evangelium – offenbar eine zeitlose Grösse, die sich erfahrungsgemäss aber leicht mit ideologischen Inhalten füllen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferner heisst es im Artikel 2.1 der Kirchenordnung: Die Zürcher Landeskirche «besteht aufgrund des Wortes Gottes, das im Evangelium von Jesus Christus Gestalt gefunden hat». Und gemäss Artikel 3.1 ist sie «allein dem Evangelium von Jesus Christus verpflichtet». Damit ist doch das Wichtigste zunächst einmal gesagt; denn Jesus steht ausdrücklich im Mittelpunkt. Er definiert also, worin die frohe Botschaft besteht. Bin ich da nicht etwas voreilig mit meiner Kritik, wenn ich eingangs vom Evangelium als Worthülse gesprochen habe?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja durchaus, könnte man meinen. Aber zwei Dinge machen mich stutzig: Zum einen ist der steile Satz in Artikel 2.1, nüchtern und von aussen betrachtet, eine ungeheuerliche Tatsachenbehauptung. Wenn die Kirche als Institution auf dem Wort Gottes «besteht», gründet sie ihre zeitliche Existenz, ihre Daseinsberechtigung, im Ewigen und beansprucht dadurch indirekt absolute Wahrheit. Aber eine Institution oder Körperschaft kann sich als solche nur im Vorläufigen bewegen und nie direkt auf Gott und sein Wort beziehen. Es sind immer nur konkrete Menschen als deren Akteure, die sich im besten Fall darum bemühen. Und wenn man fragt, ob die Kirche dem Wort Gottes gerecht wird und seiner Weisung folgt, besteht sie dann auch den Test? Ja, was ist überhaupt das Wort Gottes? Wäre hier stattdessen nicht mehr Zurückhaltung angebracht? Wenn ein Wort leer wird…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits täuscht Artikel 3.1 mit der Alleinverpflichtung auf das Evangelium eine Klarheit vor, die bei genauerem Hinsehen wie Sand zwischen den Händen zerrinnt. Artikel 4.2 präzisiert zwar inhaltlich, dass die Reformierte Kirche eintritt «für die Würde des Menschen, die Ehrfurcht vor dem Leben und die Bewahrung der Schöpfung.» Aber das sind, mit Verlaub, wohlklingende, um nicht zu sagen abgedroschene Allgemeinplätze, die zu vieles offen lassen. Was heisst nun, abseits von all diesen Leerformeln, konkret «Evangelium von Jesus Christus»?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Evangelium: die frohe Botschaft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">«Evangelium» ist ein griechisches Wort und bedeutet, wie gesagt: frohe Botschaft, gute Kunde. Dass auch der römischen Kaiserkult dieses Wort gebrauchte, sei nur am Rande erwähnt. So war zum Beispiel die Nachricht von der Geburt eines neuen Kaisers ein Evangelium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Stellung des Begriffs Evangelium im Neuen Testament geht auf Jesus selbst zurück. Nach dem Lukasevangelium 4,16-28 hält er in seinem Heimatort Nazareth seine Antrittspredigt, indem er die ersten beiden Verse aus Kapitel 61 des Propheten Jesaja vorliest und dann auslegt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Jesaja sich als einen der Freudenboten oder Evangelisten sieht, die das messianische Friedensreich ankündigen (vgl. Jes 52,7). Alle Menschen werden es erkennen, wenn Menschen und Tiere einander nicht mehr töten, eindrücklich beschrieben in Jesaja 11. Es beginnt dann, wenn der Messias, das ist griechisch: der Christus und deutsch: der Gesalbte Gottes, im Namen des Höchsten auftritt und verkündet:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft [=Evangelium] zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pointe seiner Predigt folgt gleich im ersten Satz, nachdem er aus der Schriftrolle vorgelesen hat. Er wendet sich ohne Umschweife direkt an seine Zuhörer: «Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!» (Lk 4,21b) Sie können es kaum fassen; vor ihnen steht also leibhaftig der verheissene Messias!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles andere als ein leeres Wort! Er selbst, mit dem, was er spricht und tut, ist also das Evangelium. Er stellt sich vor als die <em>Anrede</em> Gottes in Person. Wer ist dieser Jesus, dass er mit solcher Vollmacht sprechen kann? Wohlgemerkt, er konstatiert keine unpersönlichen Allgemeinplätze. Vielmehr überbringt er die Botschaft, dass die neue Weltordnung des messianischen Friedens, das Reich Gottes, jetzt beginnt: «So wahr ihr mich hier seht,» vernehmen die Predigthörer, «seid ihr Zeugen, dass genau jetzt beginnt, worauf ihr schon lange gehofft und gewartet habt!» Man spürt förmlich, wie alle, gleichsam vom Blitz getroffen, ungläubig die Luft anhalten. Die Zeit scheint für einen Moment lang stillzustehen, weil die Ewigkeit den Raum erfüllt. Wie weit entfernt ist doch diese <em>zu Herzen gehende</em> <em>Anrede</em> Jesu von der heute unbeteiligten <em>sachlichen</em> <em>Rede</em> <em>über</em> das Evangelium von Jesus Christus!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäss dem Markusevangelium (1,14) beginnt Jesus sein öffentliches Wirken mit folgendem Satz: «Die Zeit ist erfüllt, und das <em>Reich Gottes</em> ist nahe. Tut <em>Buße</em> [kehrt um] und glaubt an das <em>Evangelium!»</em> Auch hier spricht Jesus seine Zuhörer direkt an: «Kehrt um und vertraut der frohen Botschaft!» Das sagt er gerade zu denen, die sich als Teil des Volkes Gottes verstehen und glauben, auf dem richtigen Weg zu sein. <em>Umkehren</em> sollen also gerade sie. Was ist falsch an ihrem bisherigen Weg, und welchen neuen Weg sollen sie denn einschlagen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen habe ich auch immer wieder gestellt und keine befriedigende Antwort erhalten. Wenn ich jemanden aus dem <em>pietistisch-erwecklichen</em> Umfeld fragte, forderte man mich mit folgenden Worten auf: «Du musst dich bekehren, indem du Jesus als deinen Herrn und Heiland annimmst und glaubst, dass er für deine Sünden gestorben ist und dich durch sein Blut errettet hat.» Hier hatte die Umkehr als Glaubensakt ihr Ziel in der persönlichen Gottesbeziehung. Aus dem <em>bürgerlich-liberalen</em> Umfeld hiess es offener und weniger fromm: «Du brauchst dich nicht mehr über Leistung zu definieren. Gott begegnet dir so wie allen in bedingungsloser Liebe.» Fast etwas selbstbezogen ging es da um individuelle Freiheit und Lebenssinn. Von Umkehr war hingegen gar nicht mehr die Rede. Und aus dem <em>religiös-sozialen</em> Umfeld, das zurecht auf den Mangel an Gerechtigkeitssinn hinwies, kam folgender Aufruf: «Wende dich hin zu den Armen, Schwachen und Randständigen und kehre die ungerechten Verhältnisse und Strukturen um.» Hier mündete die Umkehr in die soziale Verantwortung, die durch ihre Nähe zu sozialistischen und kommunistischen Programmen totalitäre Züge annehmen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst viel später wurde mir klar, dass keiner von den Gefragten versucht hatte, das Evangelium von Jesus Christus genauer auszudeutschen. Dann hätten sie nämlich erkennen müssen, dass Jesus wie alle Propheten vor ihm deshalb zur Umkehr ruft, weil fast alle seiner Zeitgenossen die ursprüngliche Lebensordnung des Ewigen Schöpfers verlassen haben: Sie haben Tiere getötet und damit gegen die ursprünglich Schöpfungsordnung sowie die Vision des messianischen Friedens verstossen. Stattdessen haben die Bibelleser der vergangenen Jahrhunderte die Botschaft von Jesus mit derjenigen des Paulus vermischt und jeweils das herausdestilliert, was dem Erhalt ihrer Kirche oder Glaubensgemeinschaft am besten diente. Dabei haben sie übersehen, dass beide ein ganz anderes Evangelium predigen. Kein Wunder, dass wir heute verwirrt vor einem Scherbenhaufen stehen und die Bruchstücke nicht mehr zusammenbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man nun die Kirchengeschichte anschaut, dann hat Paulus klar das Rennen gemacht. Schauen wir genauer hin. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paulus: kein anderes Evangelium</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff «Evangelium» kommt in seinen Briefen 60-mal vor, in den ersten drei Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas, aber insgesamt nur 10-mal, bei Johannes gar nicht. Dies allein zeigt schon, dass Paulus die dominante Stimme ist. Verrät er damit nicht, dass er durch seine penetranten Wiederholungen wissentlich das ursprüngliche Evangelium von Jesus überstimmt und zudeckt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Brief an die Korinther erinnert Paulus seine Gemeinde an «<em>das Evangelium,</em> das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt» (15,1). In den folgenden Versen fasst er es zusammen, wie es in späteren Glaubensbekenntnissen seinen Niederschlag gefunden hat:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-blue-color"><strong>3</strong> Denn ich [Paulus] habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass <em>Christus für unsere Sünden gestorben</em> ist, nach den Schriften, <strong>4</strong> und dass er begraben worden ist und dass er <em>auferstanden ist am dritten Tag</em>, nach den Schriften, <strong>5</strong> und dass er dem Kephas [Petrus] <em>erschienen</em> ist, danach den Zwölfen. <strong>6</strong> Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. <strong>7</strong> Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. <strong>8</strong> Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin.</mark> (15,3-4; Hervorhebungen von mir)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ich noch zeigen werde, hat Paulus «sein Evangelium» nicht von Menschen aus dem Gefolge Jesu, überhaupt von gar keinem Menschen empfangen, sondern durch eine «Offenbarung». Wenn ich seine Briefe überblicke, kann ich sein Evangelium auf folgende Formel bringen: Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist für dich am Kreuz gestorben und wieder auferstanden. Mit seinem Blut hat er für deine Sünden gesühnt, weil du mit deinem eigenen Tun vor Gott niemals gerecht werden und ewiges Leben bekommen kannst. So glaube an das Opfer Jesu, dann wirst du vom ewigen Tod errettet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist erstaunlich klar und eindeutig. Auf unterschiedliche Weise wiederholt er beharrlich diese Formel und spricht immer wieder absolut von «seinem Evangelium». Unmissverständlich beansprucht er Exklusivität auf seine Botschaft, wenn er die Galater eindringlich ermahnt, «kein anderes Evangelium» zu verkünden und zu glauben (Gal 1,6-9). Ja, wer dieses tue, sei gar <em>verflucht</em>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach sind alle, die sich vom Blutopfer im Sinne des Paulus distanzieren, verflucht. Das gilt übrigens auch für Jesus, der von sich nie als Sühneopfer gesprochen hat! Stell dir mal grundsätzlich die Frage: Welchen Sinn macht es überhaupt, wenn der Ewige Schöpfer allen Lebens seinen eigenen Sohn, gleichsam sein eigen Fleisch und Blut, töten lassen muss, damit er uns die Sünden vergeben kann? – Verflucht sind aber auch jene, welche mit ihren ausgeklügelten Auslegungskünsten das paulinische Evangelium glätten und kommunikabler machen wollen, etwa so: Gott hat alle Menschen lieb, bedingungslos. Auch du gehörst dazu, egal, wer du bist und woher du kommst. Du musst gar nichts leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es braucht nicht mehr viel Fantasie, bis man bei der Kurzformel landet: «Ich bin o.k., du bist o.k.», ein zurecht erfolgreicher Buchtitel des US-amerikanischen Psychiaters Thomas A. Harris. Den Mehrwert für die Therapie will ich gar nicht bestreiten. Aber ich frage mich schon, wie es geschehen konnte, dass das grosse Wort «Evangelium» zu einer Leerformel, zu einem Containerbegriff werden konnte, der allerlei gutmenschliche Absichten aufnehmen konnte. Wenn ein Wort leer wird, dazu noch ein so prägendes, muss einiges in beträchtliche Schieflage geraten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesus oder Paulus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, du hast recht gelesen; ich stelle Jesus in Opposition zu Paulus. Dadurch öffne ich den Raum für ein anderes Evangelium, genauer: für die Rehabilitierung des ursprünglichen Evangeliums, wie Jesus es verkörpert. Das wäre mir früher nicht im Traum in den Sinn gekommen, habe ich doch über <em>Karl Barth</em> doktoriert, der bei Paulus in die Schule gegangen ist und ihn über <em>Augustin, Anselm, Luther </em>und <em>Calvin</em> im 20. Jahrhundert gross gemacht hat. Dieses Denken ist so bestimmend geworden, dass ich ohne diese Brille die Evangelien gar nicht mehr lesen konnte. Wenn du diese aber nochmals ganz neu und unbefangen liest und dich auf Jesu Reden und Wirken einlässt, dann findest du ganz andere Inhalte und Töne als bei Paulus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmals, Jesus spricht gemäss den Evangelien nie davon, dass er mit seinem eigenen Blut und Leben die ganze Menschheit erlösen müsse, und dass du nur an ihn als letztgültiges Opfer glauben müssest, um erlöst zu werden. Und er hat übrigens auch niemanden verflucht, der seiner Botschaft und seinem Weg nicht folgen wollte!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paulus dagegen, der keinen Meter mit Jesus gegangen ist, der ihn nicht einmal gesehen hat, empfiehlt sich damit der Gemeinde in Galatien, </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt; <strong>12</strong> ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. (Gal 1,11f)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, er brüstet sich sogar damit, dass er es nach seiner sogenannten Bekehrung nicht für nötig befunden habe, nach Jerusalem zu reisen, um von den Aposteln und Jüngern Jesu zu lernen (vgl. Gal 1,17). Heute würde man sagen, Paulus hat sein Evangelium <em>gechannelt</em>, direkt von Jesus aus der geistigen Welt, dem Jenseits empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht genug damit. Im folgenden Kapitel setzt er noch einen oben drauf, wenn er Petrus, den Anführer der zwölf Apostel, den er erst viel später trifft, öffentlich zurechtweist. Von sich eingenommen, erinnert er sich: da «widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war im Unrecht.» (Gal 2,11) Er hat also Petrus vor allen blossgestellt. Abgesehen vom inhaltlichen Disput, zeugt dies von einem eklatanten Mangel an Respekt. Überhaupt schert er sich einen Deut um das Zeugnis derer, die zum engen Kreis um Jesus gehört haben (vgl. Gal 2,6).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Halte dir nur mal die Arroganz und Verschlagenheit vor Augen, mit der Paulus sich gegenüber den von Jesus eingesetzten Aposteln als Super-Apostel verkauft, er, der sich bloss auf eine Vision berufen kann. In den vielen Gemeinden, die er gegründet hat, funktioniert das natürlich, weil sie nur seine Darstellung kennen. So erscheint die Stelle, die ich aus 1. Kor 15 zitiert habe, in einem ganz anderen Licht. Paulus empfängt seine Botschaft also nicht von Augenzeugen, sondern in einem subjektiven mystischen Erlebnis. Unklar ist, <em>wer die Stimme wirklich ist</em>, die er dort vernimmt. Um dies zu verschleiern und von seinem Defizit abzulenken – wie ich es heute sehe -, reiht er sich geschickt unter jene ein, denen der auferstandene Jesus erschienen sein soll: Petrus, den zwölf Aposteln, Jakobus und vielen mehr. So erscheint er legitim als letzter in der Folge derer, die das Evangelium von Jesus Christus mit höchster Autorität bezeugen. Die Autorität der Augen- und Ohrenzeugen ist hingegen vom Tisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dies für viele, vor allem christliche Ohren abwegig klingt, kann ich verstehen. Bis ich zu diesem Schluss gekommen bin, habe ich übrigens Jahre intensiven Studiums gebraucht und entdecke immer noch neue Hinweise in dieser Richtung. So erwarte ich auch nicht, dass du mir gleich zustimmst, zumal ich noch unzählige Beispiele hinzufügen könnte. Darum versuche fürs erste, deine Vorurteile beiseite zu legen und mit offenem Herzen der ursprünglichen Botschaft von Jesus auf den Grund zu gehen. Das ist übrigens ganz im Sinn der Kirchenordnung Artikel 3.4: «Die Landeskirche prüft und erneuert ihr Lehren und Handeln immer wieder an dem in der Heiligen Schrift bezeugten Wort Gottes.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Evangelium von Jesus: <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener">die Ewige Bestimmung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss versuche ich nun, das ursprüngliche Evangelium von Jesus zu skizzieren. Es ist bereits klar, dass der Rückgriff auf Paulus nicht mehr in Frage kommt. Und postmodern weiterwursteln ist erst recht keine Lösung. Dafür ist die Tragweite zu gross.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem ich Paulus, dem Grundpfeiler des Christentums, ausdrücklich die Gefolgschaft verweigere, scheine ich mich selbst aus der evangelisch-reformierten Kirche herauszukatapultieren. Das wäre freilich der Fall, wenn diese aufgrund des Evangeliums von Paulus bestünde. Nun ist aber in ihrer Ordnung ausdrücklich das «Evangelium von Jesus Christus» genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als reformierter Theologe habe ich die Aufgabe, im Ringen um die Wahrheit zurück zu den Quellen zu gehen und die Heilige Schrift auszulegen. Vor allen methodischen Werkzeugen, die mir dabei zur Verfügung stehen, leitet mich <em>das Gebet</em>, das Hören auf den Ewigen, der die Quelle allen Lebens ist. Das habe ich bereits in meiner Dissertation angedacht: «Erkenntnis und Gebet. Die pneumatologische Grundstruktur von Karl Barths dogmatischer Arbeit».</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Suche nach dem wahren Evangelium bin ich schliesslich dazu geführt worden, gegen «das Evangelium des Paulus» Stellung zu beziehen. Das habe ich unter anderem mit meinem aktuellen Buch getan: <a href="https://animamera.com/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener">«Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung»</a> Darin habe ich das Evangelium von Jesus mit der <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener">«Ewigen Bestimmung» </a>präzisiert. Zwei Hinweise mögen hier genügen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben zum einen bereits gesehen, dass sich Jesus auf die Propheten Jesaja und Jeremia beruft. Bei der zentralen Frage nach dem <em>Blutopfer</em> im Tempel und dem <em>Fleischessen</em> insgesamt, lässt er keine Zweifel offen. Er stürmt den Tempel, schmeisst die Tische der Geldwechsler um, lässt alle Opfertiere frei und unterbricht damit für einen Tag das blutige Gemetzel mit den Worten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Es steht geschrieben: ‘Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!’ [Jes 56,7] Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! [Jer 7,11] (Mt 21,13).</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Räuberhöhle ist hier falsch übersetzt. Das hebräische Wort <em>paraz</em> bedeutet wörtlich: reissen (von einem wilden Tier), Blut vergiessen und dann abschlachten. Also müsste es korrekt heissen: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ihr aber habt ein <em>Schlachthaus</em> daraus gemacht!</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schlussfolgerung ist übrigens heute historisch gut belegt, dass Jesus, sein Bruder und Nachfolger Jakobus und die gesamte frühe Jesus-Bewegung nach der Vision von Jesaja 11 lebten, dass sie mit anderen Worten <em>Vegetarier</em> waren. Sie waren zunächst bekannt unter dem Namen Ebioniten / Ebionäer oder Nazarener / Nazoräer, nicht als Christen. Sie lebten in Achtung vor allen beseelten Wesen die <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener"><em>Ewige Bestimmung</em>.</a> Für einen tieferen Einblick verweise ich auf die hier wegweisenden Gelehrten <em>Robert Eisenman, James D. Tabor</em> und <em>Barth D. Ehrman.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum anderen warnt Jesus gegen den Schluss der <em>Bergpredigt</em>, seinem eigentlichen Vermächtnis, ausdrücklich davor, was Paulus später gelehrt hat: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder, der zu mir sagt: <em>Herr, Herr!</em> wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (Mt 7,21)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es doch das Handeln und nicht das Reden eines Menschen, an dem du den Grad seines Bewusstseins, die Integrität seines Glaubens, erkennst. Ein weiteres bekanntes Wort Jesu aus demselben Kapitel bekräftigt dies: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">«An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.» (Mt 7,16)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"> Folgender Satz des Paulus in Römer 10,9 widerspricht dem Gesetz respektive der Weisung Jesu diametral: «Denn wenn du mit deinem Mund <em>Jesus als den Herrn</em> bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.» Ja, er spitzt es immer wieder zu wie in Römer 3,28: «So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, <em>ohne Werke des Gesetzes</em>.» (Hervorhebung von mir)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wort davon, dass der Lebenswandel, die <em>Werke der Liebe</em>, gemäss Jesus den Ausschlag geben und nicht der Glaube! Sagt er doch: «Kehrt um, tut Busse» also <em>ändert euren Lebenswandel</em>, der im Zeichen des Tötens steht, «und glaubt an das Evangelium»! Sein Evangelium führt auf einen neuen, schmalen Weg, auf dem alte, lebensfeindliche Gewohnheiten und Überzeugungen keinen Platz mehr haben. Das Evangelium des Paulus hingegen ist, zugespitzt formuliert, ein innerliches Ereignis, ein privates Bekehrungserlebnis, bei dem du bloss einen mentalen Schalter umlegen musst. Im Grunde ist die Umkehr bei Paulus eine Spitzkehre im Bereich der Hirnwindungen, eine Umlenkung der Gedanken und Gefühle, in der Sprache der Neurolinguistischen Programmierung: ein Refraiming. Jesus hingegen ruft nicht dadurch zur Umkehr, zur Busse, dass er unsere Holzwege umdeutet. Vielmehr möchte er Taten sehen, die aus den erneuerten Gedanken und Gefühlen erwachsen und erst so den Glauben vollständig machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Martin Luther</em> bringt dann das Evangelium des Paulus auf die knappe Formel: Werke oder Glauben, freier Wille oder Gnade, <em>Gesetz oder Evangelium</em>. Verloren geht dabei der Kern von Jesu Botschaft, dass das Evangelium gerade darin besteht, das Gesetz des Lebens mit dem Herzen aus freien Stücken anzunehmen und mit seinen Werken zu befolgen. <em>Das so verstandene Gesetz ist also das Evangelium!</em> Das ist kein Moralprogramm, sondern eine spirituelle Einsicht, die das ganze Leben erfasst und verwandelt. Jeder entscheidet selbst in Freiheit, ob er dem Weg Jesu folgen will. Nicht umsonst haben sich die ersten Nachfolger Jesu gemäss der Apostelgeschichte auch «Der Weg» genannt (Apg 9,2 u. a.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verglichen mit dem Evangelium von Jesus, ist jenes von Paulus <em>massentauglich</em>, da es im wesentlichen Punkt, nämlich der Ernährung, der Einverleibung, keinen leibhaftigen, sichtbaren Wandel verlangt, sondern lediglich eine psychische Anpassung. Jeder kann überall und jederzeit Fleisch essen, wenn er es für richtig hält. Die sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Bezüge bleiben dabei unangetastet. Bei der Tischgemeinschaft fällst du nicht aus dem Rahmen, im religiösen Umfeld, in deiner Glaubensgemeinschaft, kannst du mit Toleranz glänzen und für die Fleischwirtschaft, die allein in der Schweiz einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Franken generiert, bist du keine Bedrohung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freilich ist mir bekannt, dass Paulus im Galaterbrief auch Tugenden wie Liebe, Freude, Friede etc. als «Frucht des Geistes» erwähnt (5,22-26), die allerdings sehr allgemein und unbestimmt gehalten sind. Entscheidend ist der Ansatzpunkt, die Betonung: <em>Allein</em> der Glaube genügt! Was vor allem zählt, ist das, worauf du vertraust und was du für richtig hältst. Auf dieser Spur gewann die Kirche nach und nach Lufthoheit über die Innenwelt ihrer Schäfchen, indem sie den rechten Glauben prüfte, intimste Geständnisse entlockte, für schuldig erklärte und dann Vergebung zusprach. Die Beichte, auch Busssakrament genannt, wurde zum Steuerungsinstrument ihrer Wahl. So erlangte sie totale Kontrolle. Dieser Mechanismus ist schon lange nicht mehr auf die katholische Kirche und ihre Beichte beschränkt. Die protestantischen Kirchen haben mit ihrer Betonung des persönlichen Glaubens einen Prozess in Gang gesetzt, der heute die ganze Gesellschaft erfasst hat: Es zählt allein, ob du das richtige denkst und sprichst, ob deine Meinung keine Gefühle verletzen könnte. Wie du aber lebst, ist allein dir überlassen. Das bedeutet: <em>Toleranz im Lebenswandel, Intoleranz im Glauben</em>. Ein falsches Wort, und du bist weg. Dies wäre jedoch ein Thema für einen neuen Artikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Wort leer wird, verliert es seine Substanz und tönt wie eine hohle Nuss, klappernd und schrill. Von einer nahrhaften zunächst nicht unterscheidbar, ist sie aber unfruchtbar und beginnt, sobald sie fruchtbaren Boden berührt, zu verfaulen. Kein anderes Evangelium als das ursprünglich von Jesus verkörperte vermag uns aber zum ewigen Leben zu erwecken.</p>



<p class="has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph"><em>Zum Beitragsbild: KI-generiert</em></p>



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		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 09:39:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz unterschiedliche Leser haben sich auf mein Buch Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung eingelassen, auch solche, die es nicht gewohnt sind, sich mit den Tücken der Bibelauslegung zu befassen. Das freut mich natürlich ausserordentlich! So habe ich damit gerechnet, dass einige vor allem das erste Kapitel meines Buches (Aufbrechen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Ganz unterschiedliche Leser haben sich auf mein Buch <em><a href="https://animamera.com/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung</mark></a></em> eingelassen, auch solche, die es nicht gewohnt sind, sich mit den Tücken der Bibelauslegung zu befassen. Das freut mich natürlich ausserordentlich! So habe ich damit gerechnet, dass einige vor allem das erste Kapitel meines Buches (Aufbrechen und umkehren) als anspruchsvolle Lektüre empfunden haben. Falls das auf dich zutrifft, möchte ich dir einige Tipps für besseres Lesen weitergeben:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du gerade einen süffigen Roman gelesen hast, darfst du dir ruhig vor Augen halten, dass du mit dieser Lektüre, bildlich gesprochen, von einem Spaziergang über die Seepromenade unversehens aufbrichst zu einer grösseren, mehrtägigen Bergtour. Hier erst einmal innezuhalten, macht durchaus Sinn; es sind ja womöglich noch einige Fragen zu klären und Vorbereitungen zu treffen. Passt der gewählte Zeitpunkt, habe ich die nötige Kondition und bin ich genügend ausgerüstet, um dieses Abenteuer anzugehen? Kann ich mir aktuell genügend freie Zeit für eine konzentrierte Lektüre nehmen, und zu welcher Tageszeit bin ich dazu am besten in der Lage? Wie teile ich dann meine Kräfte so ein, dass ich auch Hindernisse überwinden und Durststrecken überstehen kann? Und schliesslich: Welche Techniken eigne ich mir an und welche Hilfsmittel lege ich bereit? So kannst du Schlüsselpassagen im Buch markieren, Kerngedanken und Fragen notieren und eine dir vertraute Bibelausgabe zur Hand nehmen, um einzelne Stellen in ihrem Zusammenhang zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du ein solches Buch in Angriff nimmst und studierst, gehörst du zweifelsohne zu einer ganz kleinen, exquisiten Leserschaft, wenn ich das mal so sagen darf. Darauf darfst du durchaus auch stolz sein! Ebenso darfst du aber auch mit dir selbst geduldig sein, indem du in deinem eigenen Tempo vorwärts gehst. Vieles will erst einmal verdaut werden. Das Ziel besteht ja nicht darin, dass du möglichst schnell auf dem Gipfel bist. Mit dieser Absicht ist schon mancher, der sich damit überfordert hat, weit vor dem Gipfel wieder umgekehrt oder sogar abgestürzt. Vielleicht ist es sogar dein erstes Buch, das du nicht einfach durchliest und dann wieder weglegst, sondern das für dich zu einem ständigen Begleiter wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schliesslich kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass du im Laufe der Zeit diesen spirituellen Reiseführer mehrfach lesen wirst, sofern du den darin vorgezeichneten Weg zu deinem eigenen machen willst. Dessen Tragweite erschliesst sich dir womöglich erst beim zweiten oder gar dritten Durchgang. Du erahnst mit einem Mal, welch überwältigende Aussicht dich auf dem Gipfel erwartet. Dir geht dann in der ganzen Tiefe und Breite auf, was es heisst, auf dem Weg zurück zur Quelle unterwegs zu sein. Das kann ich aus eigner Erfahrung bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Tipps für besseres Lesen schliesse ich mit dem Hinweis auf ein paar kleine Abkürzungen: Um dir den ersten Durchgang zu erleichtern, kannst du, falls du biblisch weniger versiert bist, im ersten Kapitel folgende Seiten überspringen: 40 &#8211; 45 und 47 &#8211; 57. Solltest du irgendwo steckenbleiben und einen Rat benötigen, kannst du mich gerne per E-mail kontaktieren: <a href="mailto:sp.becker@yahoo.com">sp.becker@yahoo.com</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche dir eine ertragreiche und spannende Lektüre!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan</p>



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		<title>Das aramäische Vaterunser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 13:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Unservater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ich im Blogartikel Ein frischer Blick auf das Unservater beschrieben habe, bekommen wir einen völlig neuen Zugang zum Vaterunser, dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat, wenn wir es von seiner Muttersprache, dem Aramäischen, neu übersetzen. Hier, im Aramäischen, beginnt das Gebet mit abwûn. Insofern heisst es auch das ABWUN. Auf eine kleine, unbedeutende [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wie ich im Blogartikel <em><a href="https://animamera.com/ein-frischer-blick-auf-das-unservater/" target="_blank" rel="noopener" title="Ein frischer Blick auf das Unservater "><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><strong>Ein frischer Blick auf das Unservater </strong></mark></a></em>beschrieben habe, bekommen wir einen völlig neuen Zugang zum Vaterunser, dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat, wenn wir es von seiner Muttersprache, dem Aramäischen, neu übersetzen. Hier, im Aramäischen, beginnt das Gebet mit <strong><em>abwûn</em></strong>. Insofern heisst es auch das ABWUN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine kleine, unbedeutende Besonderheit möchte ich noch hinweisen: Die Schweizer Reformierten beginnen das Gebet mit &#171;Unser Vater im Himmel&#187;. Darum heisst es bei uns auch das UNSERVATER. Lutheraner und Katholiken hingegen beten &#171;Vater unser im Himmel&#187;. Die Mehrheit der Christen spricht darum vom VATERUNSER, weshalb ich diese Schreibweise gewählt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer einen ersten Eindruck von der ganzheitlichen Kraft des aramäischen Vaterunsers bekommen möchte, dem empfehle ich folgende Übung: Lass das ABWUN durch deine Stimme erklingen, indem du mit dem a- einatmest und mit -bwun ausatmest. Der Urvokal &#171;A&#187; repräsentiert dabei den Anfang von allem, was ist. Es ist der ewige Urlaut, der in einem Akt der Schöpfung, mit dem Laut &#171;BW&#187;, etwas neues erzeugt, aus sich heraussetzt und dadurch eine neue Welt mit neuem Leben gebiert. Darin ähnelt diese lautmalerische Kontemplation dem wichtigsten vedischen Mantra AUM beziehungsweise OM. Ob sich hier ein tieferer Zusammenhang auftut, überlasse ich dem Leser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das ABWUN, das Vaterunser auf Aramäisch, etwa klingt, zeigt diese von mir aufgezeichnete Kostprobe:</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/07/Vaterunser-aramaeisch.m4a"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Anlehnung an Neil Douglas-Klotz und Rocco A. Errico präsentiere ich folgenden Wortlaut, indem ich jeder Zeile die aramäische Transkription voranstelle (kann auch als <strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/07/Das-Vaterunser_Abwun.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="pdf-Datei">pdf-Datei</a> </mark></strong>heruntergeladen werden, zusätzlich mit Englischer Übertragung): </p>



<div class="wp-block-group is-vertical is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-f82e733d wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abwûn d&#8217;bwaschmâja</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>O Erzeuger des Kosmos, Gebärerin des Lebens,</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Du scheinst in uns und um uns,</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.</em><em></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-f82e733d wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nethkâdasch schmach</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>bei dem wir nur Dich fühlen –</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Têtê malkuthach</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Lass Deinen Rat unser Leben regieren</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>und unsere Absicht klären </em><em>für die gemeinsame Schöpfung.</em><em></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nehwê tzevjânach aikâna d&#8217;bwaschmâja af b&#8217;arha</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Möge der brennende Wunsch Deines Herzens</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hawvlân lachma d&#8217;sûnkanân jaomâna</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen</em><em>:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.</em><em></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l&#8217;chaijabên</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, genauso,</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wela tachlân l&#8217;nesjuna ela patzân min bischa</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen,</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>sondern befreie uns von dem Bösen und aller Ungerechtigkeit.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l&#8217;ahlâm almîn</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Aus Dir kommt der allwirksame Wille</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&nbsp;die lebendige Kraft zu handeln</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&nbsp;das Lied, das alles verschönert</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">***</p>
</div>



<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-3d243ebe wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Amên</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wahrhaftig &#8211; Lebenskraft diesen Aussagen!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mögen sie der Boden sein, aus dem all unsere Handlungen erwachsen.</em></p>
</div>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/07/Das-Vaterunser_Abwun.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Das Vaterunser_Abwun."></object><a id="wp-block-file--media-0d82b8d0-128e-43fa-9ace-3d734e5ca5a4" href="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/07/Das-Vaterunser_Abwun.pdf">Das Vaterunser_Abwun</a><a href="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/07/Das-Vaterunser_Abwun.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-0d82b8d0-128e-43fa-9ace-3d734e5ca5a4">Herunterladen</a></div><p>The post <a href="https://animamera.com/das-aramaeische-vaterunser/">Das aramäische Vaterunser</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein frischer Blick auf das Unservater</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 13:05:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Unservater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oft gebrauchte Worte können sich abnutzen, auch jene des Unservaters. Sie werden leer und machen das Beten, im stillen Kämmerlein wie in der Gemeinschaft, kraftlos. Über das Aramäische, der Muttersprache von Jesus, erschliesst sich ein ganz neuer Sprachraum, der uns die Zunge lösen kann. Das Unservater, wie es in Matthäus 6,9-13 steht, ist zweifelsohne der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oft gebrauchte Worte können sich abnutzen, auch jene des Unservaters. Sie werden leer und machen das Beten, im stillen Kämmerlein wie in der Gemeinschaft, kraftlos. Über das Aramäische, der Muttersprache von Jesus, erschliesst sich ein ganz neuer Sprachraum</strong>,<strong> der uns die Zunge lösen kann.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unservater, wie es in Matthäus 6,9-13 steht, ist zweifelsohne der bekannteste Text, der auf Jesus zurückgeht und uns zeigt, «wie wir beten sollen». Darin ähnelt es anderen Gebeten, die aus der hebräischen Tradition hervorgehen, und zwar mit drei Elementen: Lob, Bitte und der Sehnsucht nach dem anbrechenden Reich Gottes. Es besteht aus einer Anrede und sechs Bitten, die als eine Art Untertitel unser eigenes Beten anleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bibelwissenschaftler können sich darüber ereifern, welche Bedeutung Jesus dem Unservater geben wollte. Die einen verstehen es bloss «existentiell» und beziehen es auf die gegenwärtige Erfahrung des Menschen im alltäglichen Leben. Andere wollen es strikt «eschatologisch» interpretieren und beziehen es auf das kommende Reich Gottes dereinst in der neuen Welt. Unlängst hat auch Papst Franziskus bezüglich der Versuchungsbitte für Diskussionen gesorgt. Es sei nicht Gott, der in Versuchung führe. Vielmeher führe er durch die Versuchung. Zudem ist das Jesus-Gebet durch tausendfachen liturgischen Gebrauch für viele abgedroschen und hohl geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All dies hat nicht nur mich dem liturgischen und persönlichen Gebet abspenstig gemacht. Dennoch habe ich mich damit nicht abgefunden, sondern lechzte buchstäblich nach lebendigem Wasser in der spirituellen Wüste. Ich suchte und suchte, bis ich eines Tages eine Entdeckung machte: die Welt des Aramäischen, der Muttersprache von Jesus. Nach und nach konnte ich meine eigene Sprachlosigkeit überwinden und einen neuen Zugang zum Unservater, dem Beten überhaupt, finden. Es waren authentische Gelehrte wie Dr. Neil Douglas-Klotz, die Jesus als Mystiker, als &#171;Propheten aus der Wüste&#187;, neu vorgestellt haben. Durch inspirierende Formulierungen haben sie einen Sprachraum erschlossen, in dem sich der Ewige Schöpfer neu zeigen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aramäisch ist eine Umgangssprache. Sie verhält sich zum Hebräischen wie das Zürichdeutsche, ein schweizer Dialekt, zum Hochdeutschen. Die Eigenheit des Aramäischen als semitische Sprache besteht darin, dass sie verschiedene Bedeutungsebenen hat. So eröffnet jedes einzelnee Wort ein vielschichtiges poetisches Feld. Besonders eindrücklich wird dies am Beispiel des Wortes für Geist (ruha): Es beschreibt einerseits die sinnlich wahrnehmbaren Elemente wie Wind, Atem und Hauch. Andererseits weist es auf die dynamische Lebenskraft des Ewigen Schöpfers hin, die alles durchdringt und nur den inneren Sinnen, biblisch gesprochen: dem Herzen, zugänglich ist. Wer darüber meditiert und sich diesen Reichtum zu eigen macht, kann buchstäblich ein Sprachwunder erleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus verschiedenen Quellen habe ich nachfolgende Übertragung des Unservaters formuliert. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese neue Gestalt auswendig zu lernen und beispielsweise jeden Wochentag unter eine Bitte zu stellen: Der Sonntag als erster Tag der Woche gilt dem heiligen Atemzug, der Freiraum schafft in der Mitte unseres Lebens. Der Montag ist bestimmt von der Sehnsucht, das Herz möge zum Tempel des schöpferischen Feuers werden. Am Dienstag öffnen wir uns dem Handeln aus Mitgefühl, indem wir das wollen, was wir sollen. Am Mittwoch lenken wir den Blick auf den nächsten Schritt, auf das, was wir als Teil des irdischen Lebens gerade jetzt brauchen. Am Donnerstag bitten wir um Vergebung, wo wir uns verrannt habe, indem wir ebenfalls loslassen, was uns verstrickt. Am Freitag kehren wir zurück zum Wesentlichen und bitten um Befreiung vom Bösen in jeglicher Gestalt. Am Samstag, dem Tag der Ruhe (Shabbat), widmen wir uns ganz dem Ewigen Schöpfer, dem Vater allen Seins und der Mutter allen Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Leser wünsche ich nun frischen Wind und belebende Einsichten für das eigene Beten. Wer sich dem Aramäischen selbst, der Muttersprache von Jesus, nähern möchte, den verweise ich auf meinen Blogartikel <em><a href="https://animamera.com/das-aramaeische-vaterunser/" target="_blank" rel="noopener" title="Das aramäische Vaterunser."><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><strong>Das aramäische Vaterunser.</strong></mark></a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>O</em></strong><em> Erzeuger des Kosmos, Gebärerin des Lebens/atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Du<strong> </strong>scheinst in uns und um uns, /selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Hilf</em></strong><em> uns einen heiligen Atemzug zu atmen /bei dem wir nur Dich fühlen – /und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Lass</em></strong><em> Deinen Rat unser Leben regieren /und unsere Absicht klären </em><em>für die gemeinsame Schöpfung.</em><em></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Möge</em></strong><em> der brennende Wunsch Deines Herzens /Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Gewähre</em></strong><em> uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen</em><em>: /das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Löse</em></strong><em> die Stränge der Fehler, die uns binden, /wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Lass</em></strong><em> Oberflächliches uns nicht irreführen, sondern</em> <em>befreie uns von dem, was uns zurückhält.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Aus</em></strong><em> Dir kommt der allwirksame Wille /die lebendige Kraft zu handeln / das Lied, das alles verschönert /und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wahrhaftig</em></strong><em> &#8211; Lebenskraft diesen Aussagen! /Mögen sie der Boden sein, aus dem all unsere Handlungen erwachsen.</em></p><p>The post <a href="https://animamera.com/ein-frischer-blick-auf-das-unservater/">Ein frischer Blick auf das Unservater</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Leaving for the Source of Life</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2024 18:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Urquelle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>For the English speaking community, I&#8217;m happy to present the English translation of my German book Aufbruch zur Quelle. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung. You&#8217;ll find it under the title: Leaving for the Source of Life. Of the Longing for the Origin. More details after the book cover. ==&#62; I will order the book [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">For the English speaking community, I&#8217;m happy to present the English translation of my German book <em><a href="https://animamera.com/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Aufbruch zur Quelle. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung</mark></a></em>. You&#8217;ll find it under the title: <em><a href="https://www.amazon.com/dp/B0CZXZ7VF6?ref_=cm_sw_r_em_ud_dp_5V24V5R6CER8HMVAC2YJ" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Leaving for the Source of Life. Of the Longing for the Origin</mark>.</a></em> More details after the book cover.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</mark></strong> <strong><a href="https://www.amazon.com/dp/B0CZXZ7VF6?ref_=cm_sw_r_em_ud_dp_5V24V5R6CER8HMVAC2YJ" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">I will order the book from Amazon</mark></a></strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.amazon.com/dp/B0CZXZ7VF6?ref_=cm_sw_r_em_ud_dp_5V24V5R6CER8HMVAC2YJ" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="713" height="1024" src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover-713x1024.jpg" alt="" class="wp-image-474" srcset="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover-713x1024.jpg 713w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover-209x300.jpg 209w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover.jpg 752w" sizes="(max-width: 713px) 100vw, 713px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">For the searching reader, I present my discovery which is linked to the topic of <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">natural law</mark>: What are we supposed to do in a world that doesn’t care about moral standards anymore, that finds it okay to sacrifice the basis of life on the altar of quick gratification? Everything is allowed except the question of truth, of what really serves life. Is there even a trustworthy foundation on which we can build a mutual understanding and agreement?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Well, having just turned 60, I tried every conceivable way to get to the root of the matter, until I came across Dr. Shmuel Asher six years ago. With outstanding credentials (see his preface down below), he demonstrated convincingly how the Hebrew Bible, the Old Testament, was manipulated and&nbsp;falsely translated from Hebrew. Thus, he uncovered the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">original first law of free will, the Everlasting Agreement.</mark> For an in-depth discussion of my book, I suggest the following train of&nbsp;thoughts:</p>



<p class="wp-block-paragraph">First, I&#8217;ll debunk the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">sacrificial system</mark>&nbsp;as the greatest <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">tool for mind control of the masses</mark>. Animal and human sacrifices are so deeply engrained in all cultural traditions, that it is very hard to imagine a world without it, even harder without killing at all. If that’s the case, then the question arises:&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">How did we end up here&nbsp;</mark>in this realm evermore resembling a madhouse? The allegory of Plato’s cave will serve as a surprising inspiration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Further, given that we have free will,&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">how do we get out</mark>, when the massive control system&nbsp;seems to be unstoppable. The way out, I’m convinced, is <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">the way within</mark>, towards self-knowledge and the knowledge of the Supreme Creator. This goes hand in hand with a fundamental adjustment of our own values and the basic way of life. In order to paint a clearer and broader picture, I also refer the <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Dead See Scrolls</mark>, to extra biblical sources like the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Gospel of Peace by the Essene</mark>, the book of&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Enoch</mark>&nbsp;and the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Vedic tradition</mark>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">As a whole, I’m presenting a&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">spiritual tour guide</mark>&nbsp;for searching individuals, especially for those who struggle with institutionalized religion as well as for those who are fed up with superficial New Age talking points. As an illustration I’m offering my own experience but without promoting any kind of religious affiliation. With one word: it’s not about religion, <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">it’s all about spirituality</mark>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In my book, there are three main chapters. The first one <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">&#171;Leave and learn&#187; </mark>presents the biblical and extra-biblical texts and their interpretation. In places it can be quite challenging for those who are not so familiar with this tradition. They best skim it, gathering the gist of the argument, and move over to the second chapter <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">&#171;Return and live&#187;</mark>. There I&#8217;ll accompany the reader towards an application of newly found insights, considering the main stumbling blocks one might face. In the third chapter <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">“Confess and teach” </mark>I talk about the way how you can become a witness to the <em>Everlasting Agreement</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In order to make up your mind, read the attached preface by <a href="https://www.ahlcglobal.com/" target="_blank" rel="noopener" title="Dr. Shmuel Asher"><strong>Dr. Shmuel Asher</strong></a>. He is the main inspiration for writing this book and has now become a good friend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Preface by Dr. Shmuel Asher</strong></h4>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>In finding who we are, one may find who we were never meant to be: Divine-Law-Breakers!</strong></h6>



<p class="wp-block-paragraph">As a teacher of the Eternal Creator’s most sacred truth spanning 40 years now, and with the weight of being the 21st generation of Torah scholars in my Hebrew lineage, I have had the great pleasure of instructing tens of thousands of good souls who were also spending the greater part of their lives seeking some elusive truth among this world’s religions that their souls told them existed, but having none of the cultural background and ability to find and identify the original path, conclusively.</p>



<p class="wp-block-paragraph">With such an ancient truth as the <em>Everlasting Agreement </em>being so utterly buried by the established religions through near countless generations, the road for anyone coming &#171;out of her&#187; and back into the Eternal One&#8217;s original Law for all living beings, can be daunting at best, and just as Yehshua expressed to his students, this original truth which he most certainly lived and taught, is the one that will divide fathers from sons, mothers from daughters and husbands from wives.&nbsp; Certainly after 2500 or so years of Christianity and Judaism since Yehshua lived, we cannot say that either of those organized religions separates people as Yehshua clearly tells us his path would.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Additionally, in our modern times it is equally as dangerous for any author, as you are about to read in this great work by Dr. Stefan P. Becker, to put on this cloak and wield this torch of ancient, original truth with the understanding that by doing so they are calling-out all of the forces of evil who are currently, mostly, still invisible to us, but no less dangerous. This work should never be attempted in this world unless the person doing so is fully invested in, and covered by the protection and provision promises for those living within the <em>1st Law of the Everlasting Agreement. </em>As a teacher who has devoted his life to this singular endeavor, I am happy beyond words to know that Stefan, is in fact, one of those &#171;Yehshurim&#187; people who has learned it all correctly, digested all its details thoroughly to come out on the other side with a substantial ability to teach it in its original and complete form, which to my knowledge few have done. Surely Stefan will receive high honors with our Father in heaven on that fateful day, for standing!</p>



<p class="wp-block-paragraph">This work by Stefan P. Becker, in my humble opinion, is a phenomenal compilation of many ancient precepts with other, more contemporary opinions, coupled with sacred tributaries that eventually coalesce back to the core of this fallen world’s deep spiritual famine, and presenting this path to the many who still have time to <em>Return</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Be Blessed my friend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Shmuel Asher</p><p>The post <a href="https://animamera.com/leaving-for-the-source-of-life/">Leaving for the Source of Life</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wege zu den geistigen Wurzeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 11:14:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer über mich persönlich und meine Suche nach dem Wesentlichen mehr erfahren möchte, bekommt in diesem Interview einen ersten Einblick. Es wurde am 5. Mai 2023 auf dem Privatsender QS24.tv veröffentlicht. ==&#62; https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ Hier der dazugehörende Kurzbeschrieb: Dr. theol. Stefan P. Becker ist Autor und Pfarrer, auf seiner Suche nach der Quelle musste er viele [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wer über mich persönlich und meine Suche nach dem Wesentlichen mehr erfahren möchte, bekommt in diesem Interview einen ersten Einblick. Es wurde am 5. Mai 2023 auf dem <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ" title="">Privatsender QS24.tv</a></strong> veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</mark></strong> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><strong>https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ</strong></mark></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Hier der dazugehörende Kurzbeschrieb:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Dr. theol. Stefan P. Becker ist Autor und Pfarrer, auf seiner Suche nach der Quelle musste er viele geistige Grenzen von verschiedenen Institutionen erkennen. Doch er hat nicht aufgegeben, nach der Wahrheit zu suchen. Er wendet sich an Menschen, die vielleicht nur noch schwach spüren, dass unsere ganze Welt von Leben durchdrungen ist. Auch wenn vieles dagegen spricht, möchten sie wieder Wurzeln schlagen in diesem lebendigen Kosmos. Sein Buch „Aufbruch zur Quelle des Lebens“ nimmt die Menschen mit auf den Weg einer geerdeten Spiritualität, wie er im lange verschollenen und gut versteckten Zeugnis der hebräischen Bibel zu finden ist.</p>
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		<title>Das Wichtigste in Kürze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 13:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer auf der Suche ist nach der Quelle des Lebens, nach dem Urgrund allen Seins, findet hier Inspiration. Dabei liegt es nahe, dass es nur EINEN Ewigen Schöpfer geben kann. Demzufolge kann es grundsätzlich auch nur EINEN Weg geben, der zurück zur Quelle führt, nur eine Richtung, die durch eben dieses Ziel bestimmt ist. Dieser [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wer auf der Suche ist nach der Quelle des Lebens, nach dem Urgrund allen Seins, findet hier Inspiration. Dabei liegt es nahe, dass es nur EINEN Ewigen Schöpfer geben kann. Demzufolge kann es grundsätzlich auch nur EINEN Weg geben, der zurück zur Quelle führt, nur eine Richtung, die durch eben dieses Ziel bestimmt ist. Dieser Weg ist vom Schöpfer selbst in all seinen Schöpfungen&nbsp; angelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stütze mich auf die Urbotschaft der hebräischen Bibel, ohne dabei für eine bestimmte religiöse Richtung zu plädieren. So gesehen, gab und gibt es keinen anderen ursprünglichen und direkten Lebensweg, auf dem eine verirrte Seele wieder zu ihrem wahren Schöpfer zurückfinden kann. Verirrt deshalb, weil die Bibel immer wieder zur Umkehr ruft. Die &#171;Ewige Bestimmung&#187; fasst diese Botschaft zusammen. Keine andere Idee, Vorschrift, Religion oder Person kann jemals dem ursprünglichen Weg des Schöpfers vorausgehen oder ihn ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder andere Weg zu einer angeblich gerechteren Welt, wie er von Menschen immer wieder vorgeschlagen wird, stellt sich früher oder später als Erfindung und Erweiterung vorausgehender heidnischer Todeskulte heraus. Wenn sich das, was jemand glaubt und anbetet, um Tod und Blutopfer von Tier oder Mensch dreht, dann ist dies&nbsp; entweder eine glatte Lüge oder ein krasses Missverständnis von Seiten religiöser Leitfiguren. Diese mögen einst dem gerechten und wohlwollenden Weg des Ewigen Schöpfers gefolgt sein, haben nun aber, von anderen getäuscht, Licht und Leben verraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich spreche also jene an, die aufatmen, die überhaupt frei atmen und allem, was lebendig macht, Raum geben möchten.</p><p>The post <a href="https://animamera.com/das-wichtigste-in-kuerze/">Das Wichtigste in Kürze</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Urbotschaft der Bibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2023 12:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>>>Einladung zur Gesprächsrunde&#60;&#60; Im Anschluss an meinen Beitrag Die Urbotschaft der Bibel &#8211; endlich gefunden und freigelegt sind Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Ich werde dort meine Thesen erläutern und Ihnen Raum geben zur Nachfrage und zum Gespräch. Ort: Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich Datum: Dienstag, den 23. Mai 2023 Zeit: 18:00 &#8211; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center has-vivid-red-color has-text-color">>>Einladung zur Gesprächsrunde&lt;&lt;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an meinen Beitrag <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=LPS8uSgsybY" target="_blank" rel="noopener" title="">Die Urbotschaft der Bibel &#8211; endlich gefunden und freigelegt</a></em> sind Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Ich werde dort meine Thesen erläutern und Ihnen Raum geben zur Nachfrage und zum Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ort: Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich</p>



<p class="wp-block-paragraph">Datum: Dienstag, den 23. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeit: 18:00 &#8211; 20:00 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anmeldeschluss: Do, 18. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anmelden per Mail: sp.becker@yahoo.com &#8211; oder Telefon: 043 539 82 70</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2023/05/Kulturhaus-Helferei.webp" alt="" class="wp-image-411" width="480" height="360" srcset="https://animamera.com/wp-content/uploads/2023/05/Kulturhaus-Helferei.webp 640w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2023/05/Kulturhaus-Helferei-300x225.webp 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kulturhaus Helferei</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://animamera.com/die-urbotschaft-der-bibel/">Die Urbotschaft der Bibel</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Aufbruch zur Quelle des Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2022 13:26:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Umkehr]]></category>
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		<category><![CDATA[Willensfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit grosser Freude darf ich mein neues Buch vorstellen, das sich der Ehrfurcht vor dem Leben verschrieben hat. Es trägt den Titel Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung und ist ab sofort im Handel erhältlich. Hier eine Vorschau mit dem Titelbild sowie dem Klappentext: ==&#62; Ich bestelle direkt beim Noel-Verlag [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit grosser Freude darf ich mein neues Buch vorstellen, das sich der Ehrfurcht vor dem Leben verschrieben hat. Es trägt den Titel <a href="https://www.noel-verlag.de/b%C3%BCcher/becker-stefan-p/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener"><em>Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung</em></a> und ist ab sofort im Handel erhältlich. Hier eine Vorschau mit dem Titelbild sowie dem Klappentext:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">==&gt;</span> <a href="https://www.noel-verlag.de/b%C3%BCcher/becker-stefan-p/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener">Ich bestelle direkt beim Noel-Verlag</a></strong> (aus der Schweiz: Porto € 7.50)</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">==&gt;</span></strong> <a href="https://amzn.to/3i19ay3" target="_blank" rel="noopener"><strong>Ich bestelle das ebook (kindle)</strong></a></p>
<p class="has-text-align-center">***</p>


<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="739" height="1024" src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-739x1024.jpg" alt="Titelbild" class="wp-image-349" style="width:529px;height:734px" srcset="https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-739x1024.jpg 739w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-217x300.jpg 217w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-768x1064.jpg 768w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1.jpg 1074w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lej da Vadret im Engadin</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">***</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==> </mark></strong>Für einen leichteren Einstieg verweise ich auf meinen Blog-Artikel: <strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="https://animamera.com/tipps-fuer-besseres-lesen/" target="_blank" rel="noopener" title="">Tipps für besseres Lesen</a></mark></strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Mit der Goldenen Regel ins Goldene Zeitalter:</h4>



<h4 class="wp-block-heading">die Ehrfurcht vor dem Leben neu begründet und umfassend entfaltet.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schmeckt das ursprüngliche, wahrhaftige Leben? Wie leben wir Spiritualität im Alltag, jenseits von religiösem Korsett und esoterischer Beliebigkeit? Der vorliegende Leitfaden wendet sich an jene, die sich entschlossen und vorbehaltlos auf den Weg machen wollen, um den Ursprung ihrer eigenen Lebendigkeit zu finden. Sie haben genug vom unausgegorenen Halbwissen zahlreicher selbsternannter Gurus. Statt blumigen Wortsalats suchen sie eine klare, fundierte, in sich schlüssige Botschaft, die gleichwohl einem literarischen Anspruch genügt und bei aller Schärfe weit davon entfernt ist, sie ans Gängelband zu nehmen. Intuitiv spüren sie, dass die Wahrheitsfrage, verglichen mit sattsam Bekanntem, einfacher, pointierter und umfassender zu beantworten sein müsste, allen zugänglich und heilsam für Leib und Seele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser spirituelle Reiseführer lädt den Leser ein, von alten Denk- und Lebensgewohnheiten aufzubrechen und mitzukommen auf eine persönlich gefärbte Expedition. Dabei führt der Weg zurück zum lange verschollenen und gut versteckten althebräischen Verständnis der biblischen Mitte: zur <em>ewigen Bestimmung</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In einem fort einatmend und ausatmend umarmst du das Leben.</p>
<cite>S. P. Becker</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Öffne die Fenster deiner Seele weit und atme die frische Luft eines freien Menschen!</p>
<cite>Essener Evangelium</cite></blockquote>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>==&gt; <a href="https://www.noel-verlag.de/b%C3%BCcher/becker-stefan-p/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ich bestelle direkt beim Noel-Verlag</a></strong></p>



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		<title>Richtige Übersetzung von 1. Mose 9</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 16:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf welchem Weg können wir die Ewige Bestimmung des Schöpfers am klarsten erkennen? Indem wir zu den ältesten Textzeugen vordringen, die nahe am Ursprung und als solche am ehesten noch unverfälscht sind. Darum möchte ich hier exemplarisch zeigen, wie die Richtige Übersetzung von 1. Mose 9 (Genesis 9) im Detail zustande kommt. Folgendes ist eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Auf welchem Weg können wir die Ewige Bestimmung des Schöpfers am klarsten erkennen? Indem wir <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">zu den ältesten Textzeugen</span> vordringen, die nahe am Ursprung und als solche am ehesten noch unverfälscht sind. Darum möchte ich hier exemplarisch zeigen, wie die Richtige Übersetzung von 1. Mose 9 (Genesis 9) im Detail zustande kommt. Folgendes ist eine Vertiefung des Blogs <a rel="noreferrer noopener" href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Die Ewige Bestimmung des Schöpfers</span></a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Synopse der konträren Übersetzungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um den gravierenden Unterschied zwischen meiner Übersetzung im Anschluss an Shmuel Asher und der Zürcher Übersetzung deutlich zu machen, lege ich zunächst eine Synopse der konträren Übersetzungen von Gen 9,3 vor.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Alles, was sich regt und lebt, <strong>soll eure Nahrung sein</strong>. Wie das grüne Kraut übergebe ich euch alles.</em></p><cite>Zürcher Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Alles, was sich regt und lebt, <strong>ernähre sich vegetarisch</strong>. Wie auch Gras und Kräuter, pflanzliche Nahrungsmittel insgesamt,  für euch alle bestimmt sind</em>.</p><cite>Becker / Asher</cite></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kriterien für eine korrekte Übersetzung</strong></h3>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li>Text-und literarkritische Fragen klären</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Wer mit dem masoretischen Text der hebräischen Bibel arbeitet, weiss, dass der Urtext aufgrund der unterschiedlichen Handschriftenüberlieferung immer Varianten aufweist. Zudem kommt der Umstand, dass die Entstehungsgeschichte der Bibel, insbesondere der Torah (5 Bücher Mose), ziemlich genau bekannt ist. Man muss also immer damit rechnen, dass die bekannten kanonischen <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Handschriften bereits das Ergebnis vielfältiger Veränderungen</span> sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kompilation der Torah hat sich in mindestens vier Redaktionsstufen über mehrere Jahrhunderte vollzogen. Die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Neuere Urkundenhypothese </span>J-E-D-P unterscheidet chronologisch folgende Quellen: den Jahwisten J (um 950 v. Chr.), den Elohisten E (um 800 v. Chr.), den Deuteronomisten D (7. Jh. V. Chr.) und die Priesterschrift (um 550 v. Chr.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für unseren Text von Bedeutung ist die Tatsache, dass Gen 9 wie auch grösstenteils die beiden vorhergehenden Kapitel aus der <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">j</span><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">üngsten priesterlichen Redaktion</span> stammen und somit deren <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Interesse an Tempelkult Opferritualen</span> abbilden. Es leuchtet ein, dass somit die älteren Textschichten, welche übrigens keinen Opferkult propagieren, massgeblich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit anderen Worten, der hier vorliegende <strong>hebräische Urtext sowie das gesamte Narrativ für das Verständnis des Kontextes wurden mehrfach manipuliert und dienten der Priesterkaste als Kontrollinstrument.</strong></p>



<ol class="wp-block-list" start="2"><li>Möglichst wörtlich, technisch übersetzen</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der grossen Probleme der Übersetzung aus dem Hebräischen liegt darin, dass man <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Füllwörter und Umschreibungen</span> braucht, um einen korrekten verständlichen Satz zu bilden. Dabei wird aber oft viel <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">mehr hineingelesen</span>, als überhaupt dasteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum ist es elementar wichtig, zur wörtlichen, technischen Übersetzung zurückzugehen, damit der Übersetzer wieder neu nach dem ursprünglichen Kontext, dem korrekten Sinnzusammenhang fragen muss.</p>



<ol class="wp-block-list" start="3"><li>Den Kontext berücksichtigen</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Übersetzen ist, so gesehen, immer auch <span class="has-inline-color has-black-color"><strong>interpretieren: mit anderen Worten dasselbe sagen</strong>.</span> Das gelingt aber nur, wenn man sein eigenes Vorverständnis kennt, bewusst auf die Seite legt und den ursprünglichen Kontext sprechen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dieser Kontext zu verstehen ist, hat <em>Dr. Shmuel Asher</em> hinlänglich gezeigt: Er hat ihn mit <em><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">The Everlasting Agreement</span></strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"><strong> </strong></span></em>umschrieben. Die beste deutsche Wiedergabe ist aus meiner Sicht <strong>Die Ewige Bestimmung</strong>.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</span></strong> wer sich weiter vertiefen will, lese:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/347jCrD" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmuel Asher, The Land of MEAT &amp; Honey, 2012</a></p>



<ol class="wp-block-list" start="4"><li>Ausgewiesenen Experten zu Rate ziehen</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Nur eine kleine Minderheit der zu dieser Frage publizierenden Theologen ist <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">in der hebräischen Kultur und Sprache aufgewachsen</span>. Und wer eine Professur für Altes Testament oder ein Rabbinat innehat, ist selbstredend dem jeweils dort herrschenden Interpretationszusammenhang verpflichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ziehe darum die Meisterschaft eines <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">unabhängigen Gelehrten</span> vor, der seit Generationen in der althebräischen Sprache zu Hause ist. Das garantiert am ehesten einen offenen und unverfälschten Zugang zum Wort des Ewigen Schöpfers.</p>



<ol class="wp-block-list" start="5"><li>Hörende Grundhaltung im Blick auf den Ewigen Schöpfer</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Schliesslich spielt vor allem anderen die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Haltung des Übersetzers</span> eine entscheidende Rolle. Welcher Stimme schenkt er Gehör? Welche Absicht verfolgt er mit seiner Übersetzung? Welche Weichen stellt er zu Beginn und welchen Spuren folgt er auf diesem Weg?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Hinweis genügt, um die Tragweite dieses Kriteriums zu erahnen: Wenn ich ehrlich und entschlossen auf die Stimme des Ewigen Schöpfers, der Leben schafft, hören will, wie kann ich dann jene Stimmen, die Leben zerstören, als die seinen anerkennen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wörtliche Übersetzung von Genesis 9,3</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die hebräischen Kernelemente lauten folgendermassen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>kol</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; alle</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>raémaes</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reptilien; was sich regt</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><sup>,</sup>asaer&nbsp;</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; welches, von dem gilt</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>hjh</strong> (chaja)&nbsp;&nbsp;&nbsp; leben</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>hjh</strong> (haja)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; sein, existieren</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><sup>,</sup>okla</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Essen, Nahrung</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>jaeraeq</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vegetation, Grünzeug</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>‘esaeb</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gras, Kräuter</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>natan</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bestimmt sein, aushändigen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>et</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (bezeichnet Akkusativobjekt: für dich, euch, alle)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>kol</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; alle</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir nun diese Elemente aneinanderreihen und mit möglichst wenigen deutschen Wörtern wiedergeben wollen, was natürlich subjektiv ist, könnte der Vers nun folgendermassen lauten:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Alles, was sich regt und lebt, existiert durch vegetarische Nahrung. Gras, Kräuter sind für euch alle bestimmt.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hebräische Präposition <em><strong>et</strong></em> lässt dabei keine Zweifel am Adressaten dieses Speiseplans. Entweder gilt sie für dich, für mich oder für uns alle. In diesem Fall gilt sie<span class="has-inline-color has-vivid-red-color"> für uns alle</span>, wie der letzte Partikel <em><strong>kol</strong></em> beweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich ist Vers 3b eine wiederholende Bekräftigung von Vers 3a – eine im Hebräischen übliche <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">rhetorische Figur.</span> In diesem Fall geht es m. E. aber auch darum, jegliche Unklarheit bezüglich der Speisevorschrift auszuräumen. Dieser Nachsatz würde zudem auch keinerlei Sinn machen, wenn Vers 3 den Fleischverzehr meinte. Einfacher und logischer wäre in diesem Fall der knappe Hinweis für potenzielle Omnivoren, dass alles zum Verzehr freigegeben sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die richtige Übersetzung von 1. Mose 9 nur unter Berücksichtigung des massgeblichen Kontextes gelingt, so auch die inhaltliche Gewichtung des hier genannten vegetarischen Speiseplans: <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Es geht nicht bloss um eine  Diätvorschrift.</span> Vielmehr äusserst sich darin das Einverständnis und der Respekt gegenüber dem ersten Gesetz des freien Willens: <a rel="noreferrer noopener" href="https://animamera.com/mensch-und-tier-sind-beseelt/" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Mensch und Tier sind beseelt</span></a> und haben einen unveräusserlichen Lebenswillen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bestätigung durch die ältesten Texte der Genesis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, wenn das aus irgendeinem Grund nicht reichen sollte, müssen wir eben zu den <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">frühesten Texten der Genesis </span>rund um die Familie Adams zurückkehren, insbesondere zu Kain und Abel. Dort sehen wir, wie die Formulierungen das ursprüngliche Gesetz, die Ewige Bestimmung beweisen: nur <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">«die Produkte, Erzeugnisse» «von» Tieren</span> zu verwenden und nicht die Tiere selbst. Aber auch hier kann das Hebräische, je nachdem, wie man es übersetzt, den Anschein erwecken, etwas anderes zu sagen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Synopse von Genesis 4,3f</strong></h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>3Nach geraumer Zeit aber brachte Kain dem HERRN von den Früchten des Ackers ein Opfer dar. 4 Und auch Abel brachte ein Opfer dar <strong>von den Erstlingen seiner Schafe</strong> und von ihrem Fett. Und der HERR sah auf Abel und sein Opfer,</em></p><cite>Zürcher Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>3 <em>Nach einer Weile brachte Kain von den Früchten des Bodens Jahwe ein Opfer dar. 4 Und auch Abel brachte <strong>vom Erzeugnis seines Viehs</strong>, das ihm via Geburtsrecht zustand, nur das Beste. Und Jahwe hatte Erbarmen mit Abel und mit seinem Opfer</em>.</p><cite>Becker / Asher</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir die Kernelemente von Gen 4,3f anschauen, dann tauchen folgende hebräischen Begriffe auf:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>minné</strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; aus heraus, von</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>p<sup>e</sup>ri</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bester Ertrag, grösster Profit</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Kain in Vers 3 ist der Wortlaut sehr einfach. Bei Abel scheint er dann in Vers 4 leicht modifiziert worden zu sein.<em> S. Asher</em> hat im Kapitel 6 von <a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/347jCrD" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">The Land of Meat and Honey</span></a> deutlich gemacht, warum Kains Opfergabe nicht akzeptiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Abel sehen wir dasselbe Wort <em>(<strong>minne</strong>), </em>das verwendet wird, um zu zeigen, wie er etwas <strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">aus</span></strong> oder <strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">von</span></strong> etwas nimmt. Dann folgt das Wort <em><strong>b<sup>e</sup>korah</strong></em> (<em>Anspruch, Erbe</em> oder <em>Geburtsrecht</em>; es kann aber auch <em>Erstling</em> oder <em>Erstgeburt</em> bedeuten). Wer es, wie die meisten, nur mit einer seiner Bedeutungen versteht, glaubt dann, Abel habe das beste Tier, das Erstgeborene, getötet und geopfert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berücksichtigen wir das bisher Gesagte, bewegt sich  die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">bekannte Übersetzung auf der Linie der Priestertradition</span>; denn wer seine Autorität legitimieren will, muss eine Autoritätsperson zeigen, welche genau jene Tat ausführt, über die man volle Autorität beanspruchen möchte: eine <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Opferung</span>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann sehen wir in Gen 4,4 wieder das Wort <em><strong>minne</strong></em> (aus, von) sowie <em><strong>s<sup>e</sup>’on</strong></em> (Vieh) und <em><strong>haelaeb</strong></em> (bestes). Nun, übersetzen wir diesen Satz, indem wir passendere deutsche Wörter verwenden, die Geist und Kontext dieser Szene besser beschreiben; den ursprünglichen Kontext der obersten Richtschnur, des ersten Gesetzes, habe ich bereits dargelegt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Und auch Abel brachte <strong>vom Erzeugnis seines Viehs, das ihm via Geburtsrecht zustand,</strong> nur das Beste. Und Jahwe wandte sich Abel und seinem <strong>sauberen, unblutigen Opfer</strong> (minha) zu.</em></p><cite>Becker / Asher</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verwendung des Wortes <em><strong>minha</strong></em> ist ein weiterer Beweis dafür, dass dies <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">KEIN Blutopfer</span> war, wie die Orthodoxie glauben machen will. Nichts anderes als eine reine Opfergabe, die bereits <em>Noah</em> nach dem Verlassen der Arche darbrachte, nämlich eine reine Weihrauchgabe, wie es die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Schriftrollen von Qumran</span> beschreiben. Und keinesfalls ein Blutopfer, wie es in allen späteren Versionen dargestellt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch einmal: <strong>Wenn die Redaktoren der Bibel durch die Texte einen Beweis für ihre Autorität erbringen wollten, dann mussten sie von Beginn weg Autoritätspersonen zeigen, die genau das taten, was sie kontrollieren wollten.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlussfolgerung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der einzige Weg für eine richtige Übersetzung von 1. Mose 9 besteht also darin, zur frühesten Quelle und zum frühesten Text zurückzugehen. Das bestätigen uns übrigens auch die meisten Rabbiner. Wir lesen demzufolge diese Anweisung <strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">in ihrem ursprünglichen Kontext</span></strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"> </span>und wenden sie auf alle nachfolgenden Texte an, die im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen ergänzt worden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn also der <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Ewige Schöpfer seine Worte</span> &#8211; seine Worte, nicht unsere! &#8211; <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong>niemals</strong> ändert oder modifiziert</span>, und wenn er allen lebenden, beseelten Wesen hier am Anfang eindeutig einen bestimmten Speiseplan gegeben hat, dann <strong>müssen alle nachfolgenden Texte, unabhängig davon, woher und von wem sie stammen, den ursprünglicheren Texten, die ihnen vorausgegangen sind, untergeordnet bleiben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser Linie müssen wir auch alle nachfolgenden <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Kontexte</span> so genau wie möglich <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">neu arrangieren</span>, und zwar mit so wenigen übersetzten Wörtern wie möglich, während wir gleichzeitig in jeder Sprache die exaktesten Wörter suchen müssen, um dem Leser die ursprüngliche Bedeutung und den Geist des Ganzen am besten zu vermitteln. Alles in allem kann die richtige Übersetzung von 1. Mose 9  mit Fug und Recht als <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Schlüssel zum Verständnis der biblischen Botschaft</span> bezeichnet werden.</p><p>The post <a href="https://animamera.com/richtige-uebersetzung-von-1-mose-9/">Richtige Übersetzung von 1. Mose 9</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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