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	<title>Ewige Bestimmung - ANIMA MERA</title>
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	<description>Die Ewige Bestimmung aller lebenden Geschöpfe</description>
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		<title>Das Evangelium &#8211; Wenn ein Wort leer wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 19:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Umkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wort «Evangelium» heisst frohe Botschaft. Es ist das besondere Kennzeichen aller Kirchen und Denominationen, die sich auf die Reformation berufen. Es suggeriert Klarheit und Identität. Wenn dieses Wort aber leer wird, verliert die Kirche ihre Basis und der Glaube seine Substanz. Als evangelisch-reformierter Pfarrer der Zürcher Landeskirche habe ich seit Jahren beobachtet, wie Theologen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Wort «Evangelium» heisst frohe Botschaft. Es ist das besondere Kennzeichen aller Kirchen und Denominationen, die sich auf die Reformation berufen. Es suggeriert Klarheit und Identität. Wenn dieses Wort aber leer wird, verliert die Kirche ihre Basis und der Glaube seine Substanz.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als evangelisch-reformierter Pfarrer der Zürcher Landeskirche habe ich seit Jahren beobachtet, wie Theologen, Mitarbeiter und Freiwillige selbstverständlich und fast reflexartig vom «Evangelium» sprechen, so, als ob allen klar wäre, was damit gemeint sei; entweder um eine konfessionelle Einheit zu beschwören, oder um sich gegen bestimmte politische Meinungen und Richtungen abzugrenzen: Dies oder jenes «widerspricht dem Evangelium», der frohen Botschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer eine präzisere zeitgemässe Auskunft verlangt, was die Kernaufgabe der Kirche sei, bekommt seit neuerem die akademisch aufpolierte Formel zu hören: «Kommunikation des Evangeliums». Zur Kommunikation liegen in der Tat hilfreiche Modelle und Theorien vor. Aber was ist damit wirklich gewonnen, wenn «das Evangelium» im Vagen bleibt? Es verkommt zu einer blossen Worthülse, einem Containerbegriff, in den man kirchliche Aktivitäten aller Art hineinpacken kann?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>«Im Vertrauen auf das Evangelium»</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Worten beginnt die Präambel, die feierliche Einleitung zur aktuellen Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Das scheint mir ein guter Ausgangspunkt für eine Tiefenbohrung zu sein. «Im Vertrauen auf das Evangelium» ist also die Grundlage des evangelisch-reformierten Christseins. Sie zeigt an, dass man an <em>etwas</em> glaubt, auf <em>eine Sache</em> vertraut, eben auf das Evangelium – offenbar eine zeitlose Grösse, die sich erfahrungsgemäss aber leicht mit ideologischen Inhalten füllen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferner heisst es im Artikel 2.1 der Kirchenordnung: Die Zürcher Landeskirche «besteht aufgrund des Wortes Gottes, das im Evangelium von Jesus Christus Gestalt gefunden hat». Und gemäss Artikel 3.1 ist sie «allein dem Evangelium von Jesus Christus verpflichtet». Damit ist doch das Wichtigste zunächst einmal gesagt; denn Jesus steht ausdrücklich im Mittelpunkt. Er definiert also, worin die frohe Botschaft besteht. Bin ich da nicht etwas voreilig mit meiner Kritik, wenn ich eingangs vom Evangelium als Worthülse gesprochen habe?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja durchaus, könnte man meinen. Aber zwei Dinge machen mich stutzig: Zum einen ist der steile Satz in Artikel 2.1, nüchtern und von aussen betrachtet, eine ungeheuerliche Tatsachenbehauptung. Wenn die Kirche als Institution auf dem Wort Gottes «besteht», gründet sie ihre zeitliche Existenz, ihre Daseinsberechtigung, im Ewigen und beansprucht dadurch indirekt absolute Wahrheit. Aber eine Institution oder Körperschaft kann sich als solche nur im Vorläufigen bewegen und nie direkt auf Gott und sein Wort beziehen. Es sind immer nur konkrete Menschen als deren Akteure, die sich im besten Fall darum bemühen. Und wenn man fragt, ob die Kirche dem Wort Gottes gerecht wird und seiner Weisung folgt, besteht sie dann auch den Test? Ja, was ist überhaupt das Wort Gottes? Wäre hier stattdessen nicht mehr Zurückhaltung angebracht? Wenn ein Wort leer wird…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits täuscht Artikel 3.1 mit der Alleinverpflichtung auf das Evangelium eine Klarheit vor, die bei genauerem Hinsehen wie Sand zwischen den Händen zerrinnt. Artikel 4.2 präzisiert zwar inhaltlich, dass die Reformierte Kirche eintritt «für die Würde des Menschen, die Ehrfurcht vor dem Leben und die Bewahrung der Schöpfung.» Aber das sind, mit Verlaub, wohlklingende, um nicht zu sagen abgedroschene Allgemeinplätze, die zu vieles offen lassen. Was heisst nun, abseits von all diesen Leerformeln, konkret «Evangelium von Jesus Christus»?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Evangelium: die frohe Botschaft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">«Evangelium» ist ein griechisches Wort und bedeutet, wie gesagt: frohe Botschaft, gute Kunde. Dass auch der römischen Kaiserkult dieses Wort gebrauchte, sei nur am Rande erwähnt. So war zum Beispiel die Nachricht von der Geburt eines neuen Kaisers ein Evangelium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Stellung des Begriffs Evangelium im Neuen Testament geht auf Jesus selbst zurück. Nach dem Lukasevangelium 4,16-28 hält er in seinem Heimatort Nazareth seine Antrittspredigt, indem er die ersten beiden Verse aus Kapitel 61 des Propheten Jesaja vorliest und dann auslegt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Jesaja sich als einen der Freudenboten oder Evangelisten sieht, die das messianische Friedensreich ankündigen (vgl. Jes 52,7). Alle Menschen werden es erkennen, wenn Menschen und Tiere einander nicht mehr töten, eindrücklich beschrieben in Jesaja 11. Es beginnt dann, wenn der Messias, das ist griechisch: der Christus und deutsch: der Gesalbte Gottes, im Namen des Höchsten auftritt und verkündet:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft [=Evangelium] zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pointe seiner Predigt folgt gleich im ersten Satz, nachdem er aus der Schriftrolle vorgelesen hat. Er wendet sich ohne Umschweife direkt an seine Zuhörer: «Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!» (Lk 4,21b) Sie können es kaum fassen; vor ihnen steht also leibhaftig der verheissene Messias!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles andere als ein leeres Wort! Er selbst, mit dem, was er spricht und tut, ist also das Evangelium. Er stellt sich vor als die <em>Anrede</em> Gottes in Person. Wer ist dieser Jesus, dass er mit solcher Vollmacht sprechen kann? Wohlgemerkt, er konstatiert keine unpersönlichen Allgemeinplätze. Vielmehr überbringt er die Botschaft, dass die neue Weltordnung des messianischen Friedens, das Reich Gottes, jetzt beginnt: «So wahr ihr mich hier seht,» vernehmen die Predigthörer, «seid ihr Zeugen, dass genau jetzt beginnt, worauf ihr schon lange gehofft und gewartet habt!» Man spürt förmlich, wie alle, gleichsam vom Blitz getroffen, ungläubig die Luft anhalten. Die Zeit scheint für einen Moment lang stillzustehen, weil die Ewigkeit den Raum erfüllt. Wie weit entfernt ist doch diese <em>zu Herzen gehende</em> <em>Anrede</em> Jesu von der heute unbeteiligten <em>sachlichen</em> <em>Rede</em> <em>über</em> das Evangelium von Jesus Christus!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäss dem Markusevangelium (1,14) beginnt Jesus sein öffentliches Wirken mit folgendem Satz: «Die Zeit ist erfüllt, und das <em>Reich Gottes</em> ist nahe. Tut <em>Buße</em> [kehrt um] und glaubt an das <em>Evangelium!»</em> Auch hier spricht Jesus seine Zuhörer direkt an: «Kehrt um und vertraut der frohen Botschaft!» Das sagt er gerade zu denen, die sich als Teil des Volkes Gottes verstehen und glauben, auf dem richtigen Weg zu sein. <em>Umkehren</em> sollen also gerade sie. Was ist falsch an ihrem bisherigen Weg, und welchen neuen Weg sollen sie denn einschlagen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen habe ich auch immer wieder gestellt und keine befriedigende Antwort erhalten. Wenn ich jemanden aus dem <em>pietistisch-erwecklichen</em> Umfeld fragte, forderte man mich mit folgenden Worten auf: «Du musst dich bekehren, indem du Jesus als deinen Herrn und Heiland annimmst und glaubst, dass er für deine Sünden gestorben ist und dich durch sein Blut errettet hat.» Hier hatte die Umkehr als Glaubensakt ihr Ziel in der persönlichen Gottesbeziehung. Aus dem <em>bürgerlich-liberalen</em> Umfeld hiess es offener und weniger fromm: «Du brauchst dich nicht mehr über Leistung zu definieren. Gott begegnet dir so wie allen in bedingungsloser Liebe.» Fast etwas selbstbezogen ging es da um individuelle Freiheit und Lebenssinn. Von Umkehr war hingegen gar nicht mehr die Rede. Und aus dem <em>religiös-sozialen</em> Umfeld, das zurecht auf den Mangel an Gerechtigkeitssinn hinwies, kam folgender Aufruf: «Wende dich hin zu den Armen, Schwachen und Randständigen und kehre die ungerechten Verhältnisse und Strukturen um.» Hier mündete die Umkehr in die soziale Verantwortung, die durch ihre Nähe zu sozialistischen und kommunistischen Programmen totalitäre Züge annehmen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst viel später wurde mir klar, dass keiner von den Gefragten versucht hatte, das Evangelium von Jesus Christus genauer auszudeutschen. Dann hätten sie nämlich erkennen müssen, dass Jesus wie alle Propheten vor ihm deshalb zur Umkehr ruft, weil fast alle seiner Zeitgenossen die ursprüngliche Lebensordnung des Ewigen Schöpfers verlassen haben: Sie haben Tiere getötet und damit gegen die ursprünglich Schöpfungsordnung sowie die Vision des messianischen Friedens verstossen. Stattdessen haben die Bibelleser der vergangenen Jahrhunderte die Botschaft von Jesus mit derjenigen des Paulus vermischt und jeweils das herausdestilliert, was dem Erhalt ihrer Kirche oder Glaubensgemeinschaft am besten diente. Dabei haben sie übersehen, dass beide ein ganz anderes Evangelium predigen. Kein Wunder, dass wir heute verwirrt vor einem Scherbenhaufen stehen und die Bruchstücke nicht mehr zusammenbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man nun die Kirchengeschichte anschaut, dann hat Paulus klar das Rennen gemacht. Schauen wir genauer hin. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paulus: kein anderes Evangelium</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff «Evangelium» kommt in seinen Briefen 60-mal vor, in den ersten drei Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas, aber insgesamt nur 10-mal, bei Johannes gar nicht. Dies allein zeigt schon, dass Paulus die dominante Stimme ist. Verrät er damit nicht, dass er durch seine penetranten Wiederholungen wissentlich das ursprüngliche Evangelium von Jesus überstimmt und zudeckt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Brief an die Korinther erinnert Paulus seine Gemeinde an «<em>das Evangelium,</em> das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt» (15,1). In den folgenden Versen fasst er es zusammen, wie es in späteren Glaubensbekenntnissen seinen Niederschlag gefunden hat:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-blue-color"><strong>3</strong> Denn ich [Paulus] habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass <em>Christus für unsere Sünden gestorben</em> ist, nach den Schriften, <strong>4</strong> und dass er begraben worden ist und dass er <em>auferstanden ist am dritten Tag</em>, nach den Schriften, <strong>5</strong> und dass er dem Kephas [Petrus] <em>erschienen</em> ist, danach den Zwölfen. <strong>6</strong> Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. <strong>7</strong> Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. <strong>8</strong> Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin.</mark> (15,3-4; Hervorhebungen von mir)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ich noch zeigen werde, hat Paulus «sein Evangelium» nicht von Menschen aus dem Gefolge Jesu, überhaupt von gar keinem Menschen empfangen, sondern durch eine «Offenbarung». Wenn ich seine Briefe überblicke, kann ich sein Evangelium auf folgende Formel bringen: Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist für dich am Kreuz gestorben und wieder auferstanden. Mit seinem Blut hat er für deine Sünden gesühnt, weil du mit deinem eigenen Tun vor Gott niemals gerecht werden und ewiges Leben bekommen kannst. So glaube an das Opfer Jesu, dann wirst du vom ewigen Tod errettet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist erstaunlich klar und eindeutig. Auf unterschiedliche Weise wiederholt er beharrlich diese Formel und spricht immer wieder absolut von «seinem Evangelium». Unmissverständlich beansprucht er Exklusivität auf seine Botschaft, wenn er die Galater eindringlich ermahnt, «kein anderes Evangelium» zu verkünden und zu glauben (Gal 1,6-9). Ja, wer dieses tue, sei gar <em>verflucht</em>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach sind alle, die sich vom Blutopfer im Sinne des Paulus distanzieren, verflucht. Das gilt übrigens auch für Jesus, der von sich nie als Sühneopfer gesprochen hat! Stell dir mal grundsätzlich die Frage: Welchen Sinn macht es überhaupt, wenn der Ewige Schöpfer allen Lebens seinen eigenen Sohn, gleichsam sein eigen Fleisch und Blut, töten lassen muss, damit er uns die Sünden vergeben kann? – Verflucht sind aber auch jene, welche mit ihren ausgeklügelten Auslegungskünsten das paulinische Evangelium glätten und kommunikabler machen wollen, etwa so: Gott hat alle Menschen lieb, bedingungslos. Auch du gehörst dazu, egal, wer du bist und woher du kommst. Du musst gar nichts leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es braucht nicht mehr viel Fantasie, bis man bei der Kurzformel landet: «Ich bin o.k., du bist o.k.», ein zurecht erfolgreicher Buchtitel des US-amerikanischen Psychiaters Thomas A. Harris. Den Mehrwert für die Therapie will ich gar nicht bestreiten. Aber ich frage mich schon, wie es geschehen konnte, dass das grosse Wort «Evangelium» zu einer Leerformel, zu einem Containerbegriff werden konnte, der allerlei gutmenschliche Absichten aufnehmen konnte. Wenn ein Wort leer wird, dazu noch ein so prägendes, muss einiges in beträchtliche Schieflage geraten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesus oder Paulus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, du hast recht gelesen; ich stelle Jesus in Opposition zu Paulus. Dadurch öffne ich den Raum für ein anderes Evangelium, genauer: für die Rehabilitierung des ursprünglichen Evangeliums, wie Jesus es verkörpert. Das wäre mir früher nicht im Traum in den Sinn gekommen, habe ich doch über <em>Karl Barth</em> doktoriert, der bei Paulus in die Schule gegangen ist und ihn über <em>Augustin, Anselm, Luther </em>und <em>Calvin</em> im 20. Jahrhundert gross gemacht hat. Dieses Denken ist so bestimmend geworden, dass ich ohne diese Brille die Evangelien gar nicht mehr lesen konnte. Wenn du diese aber nochmals ganz neu und unbefangen liest und dich auf Jesu Reden und Wirken einlässt, dann findest du ganz andere Inhalte und Töne als bei Paulus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmals, Jesus spricht gemäss den Evangelien nie davon, dass er mit seinem eigenen Blut und Leben die ganze Menschheit erlösen müsse, und dass du nur an ihn als letztgültiges Opfer glauben müssest, um erlöst zu werden. Und er hat übrigens auch niemanden verflucht, der seiner Botschaft und seinem Weg nicht folgen wollte!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paulus dagegen, der keinen Meter mit Jesus gegangen ist, der ihn nicht einmal gesehen hat, empfiehlt sich damit der Gemeinde in Galatien, </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt; <strong>12</strong> ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. (Gal 1,11f)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, er brüstet sich sogar damit, dass er es nach seiner sogenannten Bekehrung nicht für nötig befunden habe, nach Jerusalem zu reisen, um von den Aposteln und Jüngern Jesu zu lernen (vgl. Gal 1,17). Heute würde man sagen, Paulus hat sein Evangelium <em>gechannelt</em>, direkt von Jesus aus der geistigen Welt, dem Jenseits empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht genug damit. Im folgenden Kapitel setzt er noch einen oben drauf, wenn er Petrus, den Anführer der zwölf Apostel, den er erst viel später trifft, öffentlich zurechtweist. Von sich eingenommen, erinnert er sich: da «widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war im Unrecht.» (Gal 2,11) Er hat also Petrus vor allen blossgestellt. Abgesehen vom inhaltlichen Disput, zeugt dies von einem eklatanten Mangel an Respekt. Überhaupt schert er sich einen Deut um das Zeugnis derer, die zum engen Kreis um Jesus gehört haben (vgl. Gal 2,6).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Halte dir nur mal die Arroganz und Verschlagenheit vor Augen, mit der Paulus sich gegenüber den von Jesus eingesetzten Aposteln als Super-Apostel verkauft, er, der sich bloss auf eine Vision berufen kann. In den vielen Gemeinden, die er gegründet hat, funktioniert das natürlich, weil sie nur seine Darstellung kennen. So erscheint die Stelle, die ich aus 1. Kor 15 zitiert habe, in einem ganz anderen Licht. Paulus empfängt seine Botschaft also nicht von Augenzeugen, sondern in einem subjektiven mystischen Erlebnis. Unklar ist, <em>wer die Stimme wirklich ist</em>, die er dort vernimmt. Um dies zu verschleiern und von seinem Defizit abzulenken – wie ich es heute sehe -, reiht er sich geschickt unter jene ein, denen der auferstandene Jesus erschienen sein soll: Petrus, den zwölf Aposteln, Jakobus und vielen mehr. So erscheint er legitim als letzter in der Folge derer, die das Evangelium von Jesus Christus mit höchster Autorität bezeugen. Die Autorität der Augen- und Ohrenzeugen ist hingegen vom Tisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dies für viele, vor allem christliche Ohren abwegig klingt, kann ich verstehen. Bis ich zu diesem Schluss gekommen bin, habe ich übrigens Jahre intensiven Studiums gebraucht und entdecke immer noch neue Hinweise in dieser Richtung. So erwarte ich auch nicht, dass du mir gleich zustimmst, zumal ich noch unzählige Beispiele hinzufügen könnte. Darum versuche fürs erste, deine Vorurteile beiseite zu legen und mit offenem Herzen der ursprünglichen Botschaft von Jesus auf den Grund zu gehen. Das ist übrigens ganz im Sinn der Kirchenordnung Artikel 3.4: «Die Landeskirche prüft und erneuert ihr Lehren und Handeln immer wieder an dem in der Heiligen Schrift bezeugten Wort Gottes.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Evangelium von Jesus: <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener">die Ewige Bestimmung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss versuche ich nun, das ursprüngliche Evangelium von Jesus zu skizzieren. Es ist bereits klar, dass der Rückgriff auf Paulus nicht mehr in Frage kommt. Und postmodern weiterwursteln ist erst recht keine Lösung. Dafür ist die Tragweite zu gross.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem ich Paulus, dem Grundpfeiler des Christentums, ausdrücklich die Gefolgschaft verweigere, scheine ich mich selbst aus der evangelisch-reformierten Kirche herauszukatapultieren. Das wäre freilich der Fall, wenn diese aufgrund des Evangeliums von Paulus bestünde. Nun ist aber in ihrer Ordnung ausdrücklich das «Evangelium von Jesus Christus» genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als reformierter Theologe habe ich die Aufgabe, im Ringen um die Wahrheit zurück zu den Quellen zu gehen und die Heilige Schrift auszulegen. Vor allen methodischen Werkzeugen, die mir dabei zur Verfügung stehen, leitet mich <em>das Gebet</em>, das Hören auf den Ewigen, der die Quelle allen Lebens ist. Das habe ich bereits in meiner Dissertation angedacht: «Erkenntnis und Gebet. Die pneumatologische Grundstruktur von Karl Barths dogmatischer Arbeit».</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Suche nach dem wahren Evangelium bin ich schliesslich dazu geführt worden, gegen «das Evangelium des Paulus» Stellung zu beziehen. Das habe ich unter anderem mit meinem aktuellen Buch getan: <a href="https://animamera.com/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener">«Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung»</a> Darin habe ich das Evangelium von Jesus mit der <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener">«Ewigen Bestimmung» </a>präzisiert. Zwei Hinweise mögen hier genügen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben zum einen bereits gesehen, dass sich Jesus auf die Propheten Jesaja und Jeremia beruft. Bei der zentralen Frage nach dem <em>Blutopfer</em> im Tempel und dem <em>Fleischessen</em> insgesamt, lässt er keine Zweifel offen. Er stürmt den Tempel, schmeisst die Tische der Geldwechsler um, lässt alle Opfertiere frei und unterbricht damit für einen Tag das blutige Gemetzel mit den Worten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Es steht geschrieben: ‘Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!’ [Jes 56,7] Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! [Jer 7,11] (Mt 21,13).</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Räuberhöhle ist hier falsch übersetzt. Das hebräische Wort <em>paraz</em> bedeutet wörtlich: reissen (von einem wilden Tier), Blut vergiessen und dann abschlachten. Also müsste es korrekt heissen: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ihr aber habt ein <em>Schlachthaus</em> daraus gemacht!</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schlussfolgerung ist übrigens heute historisch gut belegt, dass Jesus, sein Bruder und Nachfolger Jakobus und die gesamte frühe Jesus-Bewegung nach der Vision von Jesaja 11 lebten, dass sie mit anderen Worten <em>Vegetarier</em> waren. Sie waren zunächst bekannt unter dem Namen Ebioniten / Ebionäer oder Nazarener / Nazoräer, nicht als Christen. Sie lebten in Achtung vor allen beseelten Wesen die <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener"><em>Ewige Bestimmung</em>.</a> Für einen tieferen Einblick verweise ich auf die hier wegweisenden Gelehrten <em>Robert Eisenman, James D. Tabor</em> und <em>Barth D. Ehrman.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum anderen warnt Jesus gegen den Schluss der <em>Bergpredigt</em>, seinem eigentlichen Vermächtnis, ausdrücklich davor, was Paulus später gelehrt hat: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder, der zu mir sagt: <em>Herr, Herr!</em> wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (Mt 7,21)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es doch das Handeln und nicht das Reden eines Menschen, an dem du den Grad seines Bewusstseins, die Integrität seines Glaubens, erkennst. Ein weiteres bekanntes Wort Jesu aus demselben Kapitel bekräftigt dies: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">«An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.» (Mt 7,16)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"> Folgender Satz des Paulus in Römer 10,9 widerspricht dem Gesetz respektive der Weisung Jesu diametral: «Denn wenn du mit deinem Mund <em>Jesus als den Herrn</em> bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.» Ja, er spitzt es immer wieder zu wie in Römer 3,28: «So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, <em>ohne Werke des Gesetzes</em>.» (Hervorhebung von mir)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wort davon, dass der Lebenswandel, die <em>Werke der Liebe</em>, gemäss Jesus den Ausschlag geben und nicht der Glaube! Sagt er doch: «Kehrt um, tut Busse» also <em>ändert euren Lebenswandel</em>, der im Zeichen des Tötens steht, «und glaubt an das Evangelium»! Sein Evangelium führt auf einen neuen, schmalen Weg, auf dem alte, lebensfeindliche Gewohnheiten und Überzeugungen keinen Platz mehr haben. Das Evangelium des Paulus hingegen ist, zugespitzt formuliert, ein innerliches Ereignis, ein privates Bekehrungserlebnis, bei dem du bloss einen mentalen Schalter umlegen musst. Im Grunde ist die Umkehr bei Paulus eine Spitzkehre im Bereich der Hirnwindungen, eine Umlenkung der Gedanken und Gefühle, in der Sprache der Neurolinguistischen Programmierung: ein Refraiming. Jesus hingegen ruft nicht dadurch zur Umkehr, zur Busse, dass er unsere Holzwege umdeutet. Vielmehr möchte er Taten sehen, die aus den erneuerten Gedanken und Gefühlen erwachsen und erst so den Glauben vollständig machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Martin Luther</em> bringt dann das Evangelium des Paulus auf die knappe Formel: Werke oder Glauben, freier Wille oder Gnade, <em>Gesetz oder Evangelium</em>. Verloren geht dabei der Kern von Jesu Botschaft, dass das Evangelium gerade darin besteht, das Gesetz des Lebens mit dem Herzen aus freien Stücken anzunehmen und mit seinen Werken zu befolgen. <em>Das so verstandene Gesetz ist also das Evangelium!</em> Das ist kein Moralprogramm, sondern eine spirituelle Einsicht, die das ganze Leben erfasst und verwandelt. Jeder entscheidet selbst in Freiheit, ob er dem Weg Jesu folgen will. Nicht umsonst haben sich die ersten Nachfolger Jesu gemäss der Apostelgeschichte auch «Der Weg» genannt (Apg 9,2 u. a.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verglichen mit dem Evangelium von Jesus, ist jenes von Paulus <em>massentauglich</em>, da es im wesentlichen Punkt, nämlich der Ernährung, der Einverleibung, keinen leibhaftigen, sichtbaren Wandel verlangt, sondern lediglich eine psychische Anpassung. Jeder kann überall und jederzeit Fleisch essen, wenn er es für richtig hält. Die sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Bezüge bleiben dabei unangetastet. Bei der Tischgemeinschaft fällst du nicht aus dem Rahmen, im religiösen Umfeld, in deiner Glaubensgemeinschaft, kannst du mit Toleranz glänzen und für die Fleischwirtschaft, die allein in der Schweiz einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Franken generiert, bist du keine Bedrohung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freilich ist mir bekannt, dass Paulus im Galaterbrief auch Tugenden wie Liebe, Freude, Friede etc. als «Frucht des Geistes» erwähnt (5,22-26), die allerdings sehr allgemein und unbestimmt gehalten sind. Entscheidend ist der Ansatzpunkt, die Betonung: <em>Allein</em> der Glaube genügt! Was vor allem zählt, ist das, worauf du vertraust und was du für richtig hältst. Auf dieser Spur gewann die Kirche nach und nach Lufthoheit über die Innenwelt ihrer Schäfchen, indem sie den rechten Glauben prüfte, intimste Geständnisse entlockte, für schuldig erklärte und dann Vergebung zusprach. Die Beichte, auch Busssakrament genannt, wurde zum Steuerungsinstrument ihrer Wahl. So erlangte sie totale Kontrolle. Dieser Mechanismus ist schon lange nicht mehr auf die katholische Kirche und ihre Beichte beschränkt. Die protestantischen Kirchen haben mit ihrer Betonung des persönlichen Glaubens einen Prozess in Gang gesetzt, der heute die ganze Gesellschaft erfasst hat: Es zählt allein, ob du das richtige denkst und sprichst, ob deine Meinung keine Gefühle verletzen könnte. Wie du aber lebst, ist allein dir überlassen. Das bedeutet: <em>Toleranz im Lebenswandel, Intoleranz im Glauben</em>. Ein falsches Wort, und du bist weg. Dies wäre jedoch ein Thema für einen neuen Artikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Wort leer wird, verliert es seine Substanz und tönt wie eine hohle Nuss, klappernd und schrill. Von einer nahrhaften zunächst nicht unterscheidbar, ist sie aber unfruchtbar und beginnt, sobald sie fruchtbaren Boden berührt, zu verfaulen. Kein anderes Evangelium als das ursprünglich von Jesus verkörperte vermag uns aber zum ewigen Leben zu erwecken.</p>



<p class="has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph"><em>Zum Beitragsbild: KI-generiert</em></p>



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		<title>Leaving for the Source of Life</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2024 18:29:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>For the English speaking community, I&#8217;m happy to present the English translation of my German book Aufbruch zur Quelle. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung. You&#8217;ll find it under the title: Leaving for the Source of Life. Of the Longing for the Origin. More details after the book cover. ==&#62; I will order the book [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">For the English speaking community, I&#8217;m happy to present the English translation of my German book <em><a href="https://animamera.com/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Aufbruch zur Quelle. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung</mark></a></em>. You&#8217;ll find it under the title: <em><a href="https://www.amazon.com/dp/B0CZXZ7VF6?ref_=cm_sw_r_em_ud_dp_5V24V5R6CER8HMVAC2YJ" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Leaving for the Source of Life. Of the Longing for the Origin</mark>.</a></em> More details after the book cover.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</mark></strong> <strong><a href="https://www.amazon.com/dp/B0CZXZ7VF6?ref_=cm_sw_r_em_ud_dp_5V24V5R6CER8HMVAC2YJ" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">I will order the book from Amazon</mark></a></strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.amazon.com/dp/B0CZXZ7VF6?ref_=cm_sw_r_em_ud_dp_5V24V5R6CER8HMVAC2YJ" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="713" height="1024" src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover-713x1024.jpg" alt="" class="wp-image-474" srcset="https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover-713x1024.jpg 713w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover-209x300.jpg 209w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2024/05/Leaving-for-the-Source-of-Life_Cover.jpg 752w" sizes="(max-width: 713px) 100vw, 713px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">For the searching reader, I present my discovery which is linked to the topic of <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">natural law</mark>: What are we supposed to do in a world that doesn’t care about moral standards anymore, that finds it okay to sacrifice the basis of life on the altar of quick gratification? Everything is allowed except the question of truth, of what really serves life. Is there even a trustworthy foundation on which we can build a mutual understanding and agreement?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Well, having just turned 60, I tried every conceivable way to get to the root of the matter, until I came across Dr. Shmuel Asher six years ago. With outstanding credentials (see his preface down below), he demonstrated convincingly how the Hebrew Bible, the Old Testament, was manipulated and&nbsp;falsely translated from Hebrew. Thus, he uncovered the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">original first law of free will, the Everlasting Agreement.</mark> For an in-depth discussion of my book, I suggest the following train of&nbsp;thoughts:</p>



<p class="wp-block-paragraph">First, I&#8217;ll debunk the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">sacrificial system</mark>&nbsp;as the greatest <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">tool for mind control of the masses</mark>. Animal and human sacrifices are so deeply engrained in all cultural traditions, that it is very hard to imagine a world without it, even harder without killing at all. If that’s the case, then the question arises:&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">How did we end up here&nbsp;</mark>in this realm evermore resembling a madhouse? The allegory of Plato’s cave will serve as a surprising inspiration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Further, given that we have free will,&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">how do we get out</mark>, when the massive control system&nbsp;seems to be unstoppable. The way out, I’m convinced, is <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">the way within</mark>, towards self-knowledge and the knowledge of the Supreme Creator. This goes hand in hand with a fundamental adjustment of our own values and the basic way of life. In order to paint a clearer and broader picture, I also refer the <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Dead See Scrolls</mark>, to extra biblical sources like the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Gospel of Peace by the Essene</mark>, the book of&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Enoch</mark>&nbsp;and the&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Vedic tradition</mark>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">As a whole, I’m presenting a&nbsp;<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">spiritual tour guide</mark>&nbsp;for searching individuals, especially for those who struggle with institutionalized religion as well as for those who are fed up with superficial New Age talking points. As an illustration I’m offering my own experience but without promoting any kind of religious affiliation. With one word: it’s not about religion, <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">it’s all about spirituality</mark>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In my book, there are three main chapters. The first one <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">&#171;Leave and learn&#187; </mark>presents the biblical and extra-biblical texts and their interpretation. In places it can be quite challenging for those who are not so familiar with this tradition. They best skim it, gathering the gist of the argument, and move over to the second chapter <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">&#171;Return and live&#187;</mark>. There I&#8217;ll accompany the reader towards an application of newly found insights, considering the main stumbling blocks one might face. In the third chapter <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">“Confess and teach” </mark>I talk about the way how you can become a witness to the <em>Everlasting Agreement</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In order to make up your mind, read the attached preface by <a href="https://www.ahlcglobal.com/" target="_blank" rel="noopener" title="Dr. Shmuel Asher"><strong>Dr. Shmuel Asher</strong></a>. He is the main inspiration for writing this book and has now become a good friend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Preface by Dr. Shmuel Asher</strong></h4>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>In finding who we are, one may find who we were never meant to be: Divine-Law-Breakers!</strong></h6>



<p class="wp-block-paragraph">As a teacher of the Eternal Creator’s most sacred truth spanning 40 years now, and with the weight of being the 21st generation of Torah scholars in my Hebrew lineage, I have had the great pleasure of instructing tens of thousands of good souls who were also spending the greater part of their lives seeking some elusive truth among this world’s religions that their souls told them existed, but having none of the cultural background and ability to find and identify the original path, conclusively.</p>



<p class="wp-block-paragraph">With such an ancient truth as the <em>Everlasting Agreement </em>being so utterly buried by the established religions through near countless generations, the road for anyone coming &#171;out of her&#187; and back into the Eternal One&#8217;s original Law for all living beings, can be daunting at best, and just as Yehshua expressed to his students, this original truth which he most certainly lived and taught, is the one that will divide fathers from sons, mothers from daughters and husbands from wives.&nbsp; Certainly after 2500 or so years of Christianity and Judaism since Yehshua lived, we cannot say that either of those organized religions separates people as Yehshua clearly tells us his path would.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Additionally, in our modern times it is equally as dangerous for any author, as you are about to read in this great work by Dr. Stefan P. Becker, to put on this cloak and wield this torch of ancient, original truth with the understanding that by doing so they are calling-out all of the forces of evil who are currently, mostly, still invisible to us, but no less dangerous. This work should never be attempted in this world unless the person doing so is fully invested in, and covered by the protection and provision promises for those living within the <em>1st Law of the Everlasting Agreement. </em>As a teacher who has devoted his life to this singular endeavor, I am happy beyond words to know that Stefan, is in fact, one of those &#171;Yehshurim&#187; people who has learned it all correctly, digested all its details thoroughly to come out on the other side with a substantial ability to teach it in its original and complete form, which to my knowledge few have done. Surely Stefan will receive high honors with our Father in heaven on that fateful day, for standing!</p>



<p class="wp-block-paragraph">This work by Stefan P. Becker, in my humble opinion, is a phenomenal compilation of many ancient precepts with other, more contemporary opinions, coupled with sacred tributaries that eventually coalesce back to the core of this fallen world’s deep spiritual famine, and presenting this path to the many who still have time to <em>Return</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Be Blessed my friend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Shmuel Asher</p><p>The post <a href="https://animamera.com/leaving-for-the-source-of-life/">Leaving for the Source of Life</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wege zu den geistigen Wurzeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 11:14:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Urquelle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer über mich persönlich und meine Suche nach dem Wesentlichen mehr erfahren möchte, bekommt in diesem Interview einen ersten Einblick. Es wurde am 5. Mai 2023 auf dem Privatsender QS24.tv veröffentlicht. ==&#62; https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ Hier der dazugehörende Kurzbeschrieb: Dr. theol. Stefan P. Becker ist Autor und Pfarrer, auf seiner Suche nach der Quelle musste er viele [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wer über mich persönlich und meine Suche nach dem Wesentlichen mehr erfahren möchte, bekommt in diesem Interview einen ersten Einblick. Es wurde am 5. Mai 2023 auf dem <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ" title="">Privatsender QS24.tv</a></strong> veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</mark></strong> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ" target="_blank" rel="noopener" title=""><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><strong>https://www.youtube.com/watch?v=MUmYEOzf4KQ</strong></mark></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Hier der dazugehörende Kurzbeschrieb:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Dr. theol. Stefan P. Becker ist Autor und Pfarrer, auf seiner Suche nach der Quelle musste er viele geistige Grenzen von verschiedenen Institutionen erkennen. Doch er hat nicht aufgegeben, nach der Wahrheit zu suchen. Er wendet sich an Menschen, die vielleicht nur noch schwach spüren, dass unsere ganze Welt von Leben durchdrungen ist. Auch wenn vieles dagegen spricht, möchten sie wieder Wurzeln schlagen in diesem lebendigen Kosmos. Sein Buch „Aufbruch zur Quelle des Lebens“ nimmt die Menschen mit auf den Weg einer geerdeten Spiritualität, wie er im lange verschollenen und gut versteckten Zeugnis der hebräischen Bibel zu finden ist.</p>
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		<title>Das Wichtigste in Kürze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 13:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer auf der Suche ist nach der Quelle des Lebens, nach dem Urgrund allen Seins, findet hier Inspiration. Dabei liegt es nahe, dass es nur EINEN Ewigen Schöpfer geben kann. Demzufolge kann es grundsätzlich auch nur EINEN Weg geben, der zurück zur Quelle führt, nur eine Richtung, die durch eben dieses Ziel bestimmt ist. Dieser [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wer auf der Suche ist nach der Quelle des Lebens, nach dem Urgrund allen Seins, findet hier Inspiration. Dabei liegt es nahe, dass es nur EINEN Ewigen Schöpfer geben kann. Demzufolge kann es grundsätzlich auch nur EINEN Weg geben, der zurück zur Quelle führt, nur eine Richtung, die durch eben dieses Ziel bestimmt ist. Dieser Weg ist vom Schöpfer selbst in all seinen Schöpfungen&nbsp; angelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stütze mich auf die Urbotschaft der hebräischen Bibel, ohne dabei für eine bestimmte religiöse Richtung zu plädieren. So gesehen, gab und gibt es keinen anderen ursprünglichen und direkten Lebensweg, auf dem eine verirrte Seele wieder zu ihrem wahren Schöpfer zurückfinden kann. Verirrt deshalb, weil die Bibel immer wieder zur Umkehr ruft. Die &#171;Ewige Bestimmung&#187; fasst diese Botschaft zusammen. Keine andere Idee, Vorschrift, Religion oder Person kann jemals dem ursprünglichen Weg des Schöpfers vorausgehen oder ihn ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder andere Weg zu einer angeblich gerechteren Welt, wie er von Menschen immer wieder vorgeschlagen wird, stellt sich früher oder später als Erfindung und Erweiterung vorausgehender heidnischer Todeskulte heraus. Wenn sich das, was jemand glaubt und anbetet, um Tod und Blutopfer von Tier oder Mensch dreht, dann ist dies&nbsp; entweder eine glatte Lüge oder ein krasses Missverständnis von Seiten religiöser Leitfiguren. Diese mögen einst dem gerechten und wohlwollenden Weg des Ewigen Schöpfers gefolgt sein, haben nun aber, von anderen getäuscht, Licht und Leben verraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich spreche also jene an, die aufatmen, die überhaupt frei atmen und allem, was lebendig macht, Raum geben möchten.</p><p>The post <a href="https://animamera.com/das-wichtigste-in-kuerze/">Das Wichtigste in Kürze</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Urbotschaft der Bibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2023 12:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>>>Einladung zur Gesprächsrunde&#60;&#60; Im Anschluss an meinen Beitrag Die Urbotschaft der Bibel &#8211; endlich gefunden und freigelegt sind Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Ich werde dort meine Thesen erläutern und Ihnen Raum geben zur Nachfrage und zum Gespräch. Ort: Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich Datum: Dienstag, den 23. Mai 2023 Zeit: 18:00 &#8211; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center has-vivid-red-color has-text-color">>>Einladung zur Gesprächsrunde&lt;&lt;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an meinen Beitrag <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=LPS8uSgsybY" target="_blank" rel="noopener" title="">Die Urbotschaft der Bibel &#8211; endlich gefunden und freigelegt</a></em> sind Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Ich werde dort meine Thesen erläutern und Ihnen Raum geben zur Nachfrage und zum Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ort: Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich</p>



<p class="wp-block-paragraph">Datum: Dienstag, den 23. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeit: 18:00 &#8211; 20:00 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anmeldeschluss: Do, 18. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anmelden per Mail: sp.becker@yahoo.com &#8211; oder Telefon: 043 539 82 70</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2023/05/Kulturhaus-Helferei.webp" alt="" class="wp-image-411" width="480" height="360" srcset="https://animamera.com/wp-content/uploads/2023/05/Kulturhaus-Helferei.webp 640w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2023/05/Kulturhaus-Helferei-300x225.webp 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kulturhaus Helferei</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://animamera.com/die-urbotschaft-der-bibel/">Die Urbotschaft der Bibel</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Aufbruch zur Quelle des Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2022 13:26:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Umkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Urquelle]]></category>
		<category><![CDATA[Willensfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit grosser Freude darf ich mein neues Buch vorstellen, das sich der Ehrfurcht vor dem Leben verschrieben hat. Es trägt den Titel Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung und ist ab sofort im Handel erhältlich. Hier eine Vorschau mit dem Titelbild sowie dem Klappentext: ==&#62; Ich bestelle direkt beim Noel-Verlag [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit grosser Freude darf ich mein neues Buch vorstellen, das sich der Ehrfurcht vor dem Leben verschrieben hat. Es trägt den Titel <a href="https://www.noel-verlag.de/b%C3%BCcher/becker-stefan-p/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener"><em>Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung</em></a> und ist ab sofort im Handel erhältlich. Hier eine Vorschau mit dem Titelbild sowie dem Klappentext:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">==&gt;</span> <a href="https://www.noel-verlag.de/b%C3%BCcher/becker-stefan-p/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener">Ich bestelle direkt beim Noel-Verlag</a></strong> (aus der Schweiz: Porto € 7.50)</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">==&gt;</span></strong> <a href="https://amzn.to/3i19ay3" target="_blank" rel="noopener"><strong>Ich bestelle das ebook (kindle)</strong></a></p>
<p class="has-text-align-center">***</p>


<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="739" height="1024" src="https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-739x1024.jpg" alt="Titelbild" class="wp-image-349" style="width:529px;height:734px" srcset="https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-739x1024.jpg 739w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-217x300.jpg 217w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1-768x1064.jpg 768w, https://animamera.com/wp-content/uploads/2022/10/Aufbruch_Buchcover-1.jpg 1074w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lej da Vadret im Engadin</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">***</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==> </mark></strong>Für einen leichteren Einstieg verweise ich auf meinen Blog-Artikel: <strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="https://animamera.com/tipps-fuer-besseres-lesen/" target="_blank" rel="noopener" title="">Tipps für besseres Lesen</a></mark></strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Mit der Goldenen Regel ins Goldene Zeitalter:</h4>



<h4 class="wp-block-heading">die Ehrfurcht vor dem Leben neu begründet und umfassend entfaltet.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schmeckt das ursprüngliche, wahrhaftige Leben? Wie leben wir Spiritualität im Alltag, jenseits von religiösem Korsett und esoterischer Beliebigkeit? Der vorliegende Leitfaden wendet sich an jene, die sich entschlossen und vorbehaltlos auf den Weg machen wollen, um den Ursprung ihrer eigenen Lebendigkeit zu finden. Sie haben genug vom unausgegorenen Halbwissen zahlreicher selbsternannter Gurus. Statt blumigen Wortsalats suchen sie eine klare, fundierte, in sich schlüssige Botschaft, die gleichwohl einem literarischen Anspruch genügt und bei aller Schärfe weit davon entfernt ist, sie ans Gängelband zu nehmen. Intuitiv spüren sie, dass die Wahrheitsfrage, verglichen mit sattsam Bekanntem, einfacher, pointierter und umfassender zu beantworten sein müsste, allen zugänglich und heilsam für Leib und Seele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser spirituelle Reiseführer lädt den Leser ein, von alten Denk- und Lebensgewohnheiten aufzubrechen und mitzukommen auf eine persönlich gefärbte Expedition. Dabei führt der Weg zurück zum lange verschollenen und gut versteckten althebräischen Verständnis der biblischen Mitte: zur <em>ewigen Bestimmung</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In einem fort einatmend und ausatmend umarmst du das Leben.</p>
<cite>S. P. Becker</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Öffne die Fenster deiner Seele weit und atme die frische Luft eines freien Menschen!</p>
<cite>Essener Evangelium</cite></blockquote>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>==&gt; <a href="https://www.noel-verlag.de/b%C3%BCcher/becker-stefan-p/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ich bestelle direkt beim Noel-Verlag</a></strong></p>



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		<title>Richtige Übersetzung von 1. Mose 9</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 16:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf welchem Weg können wir die Ewige Bestimmung des Schöpfers am klarsten erkennen? Indem wir zu den ältesten Textzeugen vordringen, die nahe am Ursprung und als solche am ehesten noch unverfälscht sind. Darum möchte ich hier exemplarisch zeigen, wie die Richtige Übersetzung von 1. Mose 9 (Genesis 9) im Detail zustande kommt. Folgendes ist eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Auf welchem Weg können wir die Ewige Bestimmung des Schöpfers am klarsten erkennen? Indem wir <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">zu den ältesten Textzeugen</span> vordringen, die nahe am Ursprung und als solche am ehesten noch unverfälscht sind. Darum möchte ich hier exemplarisch zeigen, wie die Richtige Übersetzung von 1. Mose 9 (Genesis 9) im Detail zustande kommt. Folgendes ist eine Vertiefung des Blogs <a rel="noreferrer noopener" href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Die Ewige Bestimmung des Schöpfers</span></a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Synopse der konträren Übersetzungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um den gravierenden Unterschied zwischen meiner Übersetzung im Anschluss an Shmuel Asher und der Zürcher Übersetzung deutlich zu machen, lege ich zunächst eine Synopse der konträren Übersetzungen von Gen 9,3 vor.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Alles, was sich regt und lebt, <strong>soll eure Nahrung sein</strong>. Wie das grüne Kraut übergebe ich euch alles.</em></p><cite>Zürcher Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Alles, was sich regt und lebt, <strong>ernähre sich vegetarisch</strong>. Wie auch Gras und Kräuter, pflanzliche Nahrungsmittel insgesamt,  für euch alle bestimmt sind</em>.</p><cite>Becker / Asher</cite></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kriterien für eine korrekte Übersetzung</strong></h3>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li>Text-und literarkritische Fragen klären</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Wer mit dem masoretischen Text der hebräischen Bibel arbeitet, weiss, dass der Urtext aufgrund der unterschiedlichen Handschriftenüberlieferung immer Varianten aufweist. Zudem kommt der Umstand, dass die Entstehungsgeschichte der Bibel, insbesondere der Torah (5 Bücher Mose), ziemlich genau bekannt ist. Man muss also immer damit rechnen, dass die bekannten kanonischen <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Handschriften bereits das Ergebnis vielfältiger Veränderungen</span> sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kompilation der Torah hat sich in mindestens vier Redaktionsstufen über mehrere Jahrhunderte vollzogen. Die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Neuere Urkundenhypothese </span>J-E-D-P unterscheidet chronologisch folgende Quellen: den Jahwisten J (um 950 v. Chr.), den Elohisten E (um 800 v. Chr.), den Deuteronomisten D (7. Jh. V. Chr.) und die Priesterschrift (um 550 v. Chr.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für unseren Text von Bedeutung ist die Tatsache, dass Gen 9 wie auch grösstenteils die beiden vorhergehenden Kapitel aus der <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">j</span><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">üngsten priesterlichen Redaktion</span> stammen und somit deren <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Interesse an Tempelkult Opferritualen</span> abbilden. Es leuchtet ein, dass somit die älteren Textschichten, welche übrigens keinen Opferkult propagieren, massgeblich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit anderen Worten, der hier vorliegende <strong>hebräische Urtext sowie das gesamte Narrativ für das Verständnis des Kontextes wurden mehrfach manipuliert und dienten der Priesterkaste als Kontrollinstrument.</strong></p>



<ol class="wp-block-list" start="2"><li>Möglichst wörtlich, technisch übersetzen</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der grossen Probleme der Übersetzung aus dem Hebräischen liegt darin, dass man <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Füllwörter und Umschreibungen</span> braucht, um einen korrekten verständlichen Satz zu bilden. Dabei wird aber oft viel <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">mehr hineingelesen</span>, als überhaupt dasteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum ist es elementar wichtig, zur wörtlichen, technischen Übersetzung zurückzugehen, damit der Übersetzer wieder neu nach dem ursprünglichen Kontext, dem korrekten Sinnzusammenhang fragen muss.</p>



<ol class="wp-block-list" start="3"><li>Den Kontext berücksichtigen</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Übersetzen ist, so gesehen, immer auch <span class="has-inline-color has-black-color"><strong>interpretieren: mit anderen Worten dasselbe sagen</strong>.</span> Das gelingt aber nur, wenn man sein eigenes Vorverständnis kennt, bewusst auf die Seite legt und den ursprünglichen Kontext sprechen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dieser Kontext zu verstehen ist, hat <em>Dr. Shmuel Asher</em> hinlänglich gezeigt: Er hat ihn mit <em><strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">The Everlasting Agreement</span></strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"><strong> </strong></span></em>umschrieben. Die beste deutsche Wiedergabe ist aus meiner Sicht <strong>Die Ewige Bestimmung</strong>.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</span></strong> wer sich weiter vertiefen will, lese:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/347jCrD" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmuel Asher, The Land of MEAT &amp; Honey, 2012</a></p>



<ol class="wp-block-list" start="4"><li>Ausgewiesenen Experten zu Rate ziehen</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Nur eine kleine Minderheit der zu dieser Frage publizierenden Theologen ist <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">in der hebräischen Kultur und Sprache aufgewachsen</span>. Und wer eine Professur für Altes Testament oder ein Rabbinat innehat, ist selbstredend dem jeweils dort herrschenden Interpretationszusammenhang verpflichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ziehe darum die Meisterschaft eines <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">unabhängigen Gelehrten</span> vor, der seit Generationen in der althebräischen Sprache zu Hause ist. Das garantiert am ehesten einen offenen und unverfälschten Zugang zum Wort des Ewigen Schöpfers.</p>



<ol class="wp-block-list" start="5"><li>Hörende Grundhaltung im Blick auf den Ewigen Schöpfer</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Schliesslich spielt vor allem anderen die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Haltung des Übersetzers</span> eine entscheidende Rolle. Welcher Stimme schenkt er Gehör? Welche Absicht verfolgt er mit seiner Übersetzung? Welche Weichen stellt er zu Beginn und welchen Spuren folgt er auf diesem Weg?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Hinweis genügt, um die Tragweite dieses Kriteriums zu erahnen: Wenn ich ehrlich und entschlossen auf die Stimme des Ewigen Schöpfers, der Leben schafft, hören will, wie kann ich dann jene Stimmen, die Leben zerstören, als die seinen anerkennen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wörtliche Übersetzung von Genesis 9,3</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die hebräischen Kernelemente lauten folgendermassen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>kol</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; alle</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>raémaes</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reptilien; was sich regt</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><sup>,</sup>asaer&nbsp;</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; welches, von dem gilt</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>hjh</strong> (chaja)&nbsp;&nbsp;&nbsp; leben</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>hjh</strong> (haja)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; sein, existieren</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><sup>,</sup>okla</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Essen, Nahrung</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>jaeraeq</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vegetation, Grünzeug</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>‘esaeb</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gras, Kräuter</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>natan</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bestimmt sein, aushändigen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>et</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (bezeichnet Akkusativobjekt: für dich, euch, alle)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>kol</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; alle</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir nun diese Elemente aneinanderreihen und mit möglichst wenigen deutschen Wörtern wiedergeben wollen, was natürlich subjektiv ist, könnte der Vers nun folgendermassen lauten:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Alles, was sich regt und lebt, existiert durch vegetarische Nahrung. Gras, Kräuter sind für euch alle bestimmt.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hebräische Präposition <em><strong>et</strong></em> lässt dabei keine Zweifel am Adressaten dieses Speiseplans. Entweder gilt sie für dich, für mich oder für uns alle. In diesem Fall gilt sie<span class="has-inline-color has-vivid-red-color"> für uns alle</span>, wie der letzte Partikel <em><strong>kol</strong></em> beweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich ist Vers 3b eine wiederholende Bekräftigung von Vers 3a – eine im Hebräischen übliche <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">rhetorische Figur.</span> In diesem Fall geht es m. E. aber auch darum, jegliche Unklarheit bezüglich der Speisevorschrift auszuräumen. Dieser Nachsatz würde zudem auch keinerlei Sinn machen, wenn Vers 3 den Fleischverzehr meinte. Einfacher und logischer wäre in diesem Fall der knappe Hinweis für potenzielle Omnivoren, dass alles zum Verzehr freigegeben sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die richtige Übersetzung von 1. Mose 9 nur unter Berücksichtigung des massgeblichen Kontextes gelingt, so auch die inhaltliche Gewichtung des hier genannten vegetarischen Speiseplans: <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Es geht nicht bloss um eine  Diätvorschrift.</span> Vielmehr äusserst sich darin das Einverständnis und der Respekt gegenüber dem ersten Gesetz des freien Willens: <a rel="noreferrer noopener" href="https://animamera.com/mensch-und-tier-sind-beseelt/" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Mensch und Tier sind beseelt</span></a> und haben einen unveräusserlichen Lebenswillen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bestätigung durch die ältesten Texte der Genesis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, wenn das aus irgendeinem Grund nicht reichen sollte, müssen wir eben zu den <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">frühesten Texten der Genesis </span>rund um die Familie Adams zurückkehren, insbesondere zu Kain und Abel. Dort sehen wir, wie die Formulierungen das ursprüngliche Gesetz, die Ewige Bestimmung beweisen: nur <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">«die Produkte, Erzeugnisse» «von» Tieren</span> zu verwenden und nicht die Tiere selbst. Aber auch hier kann das Hebräische, je nachdem, wie man es übersetzt, den Anschein erwecken, etwas anderes zu sagen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Synopse von Genesis 4,3f</strong></h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>3Nach geraumer Zeit aber brachte Kain dem HERRN von den Früchten des Ackers ein Opfer dar. 4 Und auch Abel brachte ein Opfer dar <strong>von den Erstlingen seiner Schafe</strong> und von ihrem Fett. Und der HERR sah auf Abel und sein Opfer,</em></p><cite>Zürcher Bibel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>3 <em>Nach einer Weile brachte Kain von den Früchten des Bodens Jahwe ein Opfer dar. 4 Und auch Abel brachte <strong>vom Erzeugnis seines Viehs</strong>, das ihm via Geburtsrecht zustand, nur das Beste. Und Jahwe hatte Erbarmen mit Abel und mit seinem Opfer</em>.</p><cite>Becker / Asher</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir die Kernelemente von Gen 4,3f anschauen, dann tauchen folgende hebräischen Begriffe auf:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>minné</strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; aus heraus, von</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>p<sup>e</sup>ri</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bester Ertrag, grösster Profit</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Kain in Vers 3 ist der Wortlaut sehr einfach. Bei Abel scheint er dann in Vers 4 leicht modifiziert worden zu sein.<em> S. Asher</em> hat im Kapitel 6 von <a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/347jCrD" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">The Land of Meat and Honey</span></a> deutlich gemacht, warum Kains Opfergabe nicht akzeptiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Abel sehen wir dasselbe Wort <em>(<strong>minne</strong>), </em>das verwendet wird, um zu zeigen, wie er etwas <strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">aus</span></strong> oder <strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">von</span></strong> etwas nimmt. Dann folgt das Wort <em><strong>b<sup>e</sup>korah</strong></em> (<em>Anspruch, Erbe</em> oder <em>Geburtsrecht</em>; es kann aber auch <em>Erstling</em> oder <em>Erstgeburt</em> bedeuten). Wer es, wie die meisten, nur mit einer seiner Bedeutungen versteht, glaubt dann, Abel habe das beste Tier, das Erstgeborene, getötet und geopfert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berücksichtigen wir das bisher Gesagte, bewegt sich  die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">bekannte Übersetzung auf der Linie der Priestertradition</span>; denn wer seine Autorität legitimieren will, muss eine Autoritätsperson zeigen, welche genau jene Tat ausführt, über die man volle Autorität beanspruchen möchte: eine <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Opferung</span>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann sehen wir in Gen 4,4 wieder das Wort <em><strong>minne</strong></em> (aus, von) sowie <em><strong>s<sup>e</sup>’on</strong></em> (Vieh) und <em><strong>haelaeb</strong></em> (bestes). Nun, übersetzen wir diesen Satz, indem wir passendere deutsche Wörter verwenden, die Geist und Kontext dieser Szene besser beschreiben; den ursprünglichen Kontext der obersten Richtschnur, des ersten Gesetzes, habe ich bereits dargelegt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Und auch Abel brachte <strong>vom Erzeugnis seines Viehs, das ihm via Geburtsrecht zustand,</strong> nur das Beste. Und Jahwe wandte sich Abel und seinem <strong>sauberen, unblutigen Opfer</strong> (minha) zu.</em></p><cite>Becker / Asher</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verwendung des Wortes <em><strong>minha</strong></em> ist ein weiterer Beweis dafür, dass dies <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">KEIN Blutopfer</span> war, wie die Orthodoxie glauben machen will. Nichts anderes als eine reine Opfergabe, die bereits <em>Noah</em> nach dem Verlassen der Arche darbrachte, nämlich eine reine Weihrauchgabe, wie es die <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Schriftrollen von Qumran</span> beschreiben. Und keinesfalls ein Blutopfer, wie es in allen späteren Versionen dargestellt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch einmal: <strong>Wenn die Redaktoren der Bibel durch die Texte einen Beweis für ihre Autorität erbringen wollten, dann mussten sie von Beginn weg Autoritätspersonen zeigen, die genau das taten, was sie kontrollieren wollten.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlussfolgerung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der einzige Weg für eine richtige Übersetzung von 1. Mose 9 besteht also darin, zur frühesten Quelle und zum frühesten Text zurückzugehen. Das bestätigen uns übrigens auch die meisten Rabbiner. Wir lesen demzufolge diese Anweisung <strong><span class="has-inline-color has-vivid-red-color">in ihrem ursprünglichen Kontext</span></strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"> </span>und wenden sie auf alle nachfolgenden Texte an, die im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen ergänzt worden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn also der <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Ewige Schöpfer seine Worte</span> &#8211; seine Worte, nicht unsere! &#8211; <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong>niemals</strong> ändert oder modifiziert</span>, und wenn er allen lebenden, beseelten Wesen hier am Anfang eindeutig einen bestimmten Speiseplan gegeben hat, dann <strong>müssen alle nachfolgenden Texte, unabhängig davon, woher und von wem sie stammen, den ursprünglicheren Texten, die ihnen vorausgegangen sind, untergeordnet bleiben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser Linie müssen wir auch alle nachfolgenden <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Kontexte</span> so genau wie möglich <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">neu arrangieren</span>, und zwar mit so wenigen übersetzten Wörtern wie möglich, während wir gleichzeitig in jeder Sprache die exaktesten Wörter suchen müssen, um dem Leser die ursprüngliche Bedeutung und den Geist des Ganzen am besten zu vermitteln. Alles in allem kann die richtige Übersetzung von 1. Mose 9  mit Fug und Recht als <span class="has-inline-color has-vivid-red-color">Schlüssel zum Verständnis der biblischen Botschaft</span> bezeichnet werden.</p><p>The post <a href="https://animamera.com/richtige-uebersetzung-von-1-mose-9/">Richtige Übersetzung von 1. Mose 9</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Evangelium der Essener</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2020 18:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Essener]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ewige Bestimmung ist der Kern der biblischen Botschaft von Noah über Mose und Jesaja bis Jesus. Sie besteht wesentlich in der Richtschnur des freien Willens, welche jedes Lebewesen vor Gewalt schützt. Die bisherigen Blogartikel haben dies etabliert. Soweit ich sehe, gibt es im Umfeld des Neuen Testamentes nur einen Text, der dies so klar [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Die Ewige Bestimmung ist der Kern der biblischen Botschaft von Noah über Mose und Jesaja bis Jesus. Sie besteht wesentlich in der Richtschnur des freien Willens, welche jedes Lebewesen vor Gewalt schützt. Die bisherigen Blogartikel haben dies etabliert. Soweit ich sehe, gibt es im Umfeld des Neuen Testamentes nur einen Text, der dies so klar und deutlich bestätigt: das Evangelium der Essener.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wahrheit oder Fälschung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gefunden und übersetzt wurde das Evangelium der Essener durch den ungarischen Gelehrten <em>Dr. Edmond Bordeaux Székely</em>. Nach eigenen Angaben war es eine mehrjährige Arbeit, die er Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts begonnen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt immer wieder Stimmen, welche die Authentizität des Essener Evangeliums anzweifeln. Sie sind mir alle bekannt. Hier ist allerdings nicht der Platz, sie zu diskutieren. Nur soviel: Kein anderer Text, weder im Neuen Testament noch in den <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Apokryphen</span>, spricht so klar und deutlich von der Ewigen Bestimmung, die bereits im Tanach, der jüdischen Bibel, eindeutig zu erkennen ist. <em>Dr. Shmuel Asher</em> hat dies in seinem Lebenswerk zweifelsfrei nachgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer diese Schriften zudem mit einem offenen Geist und einem mitfühlenden Herz liest, erkennt schnell, dass sie tiefe Weisheit atmen. Ihre Gotteserkenntnis wurzelt in einer hörenden Grundhaltung und mündet immer wieder in das Gebet. Wer die Stimme des Ewigen in seiner Seele nur einmal vernommen hat, versteht, wozu Jesus mit folgender Metapher ermutigen wollte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>«Öffne die Fenster deiner Seele weit und atme die frische Luft eines freien Menschen!»</p><cite>Essener Evangelium, S. 120</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Vertraue darauf, dass der Schöpfer aller lebendigen Seelen auch in dir das Gespür für alles Wahre, Gute und Schöne, mit anderen Worten für das Lebendige wecken kann!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>«Das Gesetz ist das Leben»</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Begriff im Evangelium der Essener ist «das Gesetz». Wer aus den bisherigen Blogs weiss, dass es zwei Stimmen gibt, Aehjae und Jahwe, auf zwei Bergen, Horeb und Sinai, und darum auch zwei Gesetze, die primäre Regel des freien Willens und die Zehn Gebote &#8211; wer diesen Zusammenhang mitbedenkt, der versteht auch warum. Denn «das Gesetz ist das Leben», wie der essenische Jesus sagt. Er verweist mit diesem für unsere Ohren missverständlichen Begriff immer wieder auf die Ewige Bestimmung, die immerwährende Vereinbarung. Was alleine zählt, ist das Lebensprinzip, «denn in allem Leben ist das Gesetz». Statt Gesetz könnten wir also auch von Schöpfungsordnung oder Goldenen Regel sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu ist die Schrift tot, erst recht eine Gesetzessammlung von Vorschriften, die noch so erhaben sein mögen. Jedes fixierte Wort ist in letzter Konsequenz bereits das Ergebnis unserer Entfremdung vom Ewigen Schöpfer und darum auch von uns selbst. Andernfalls könnten wir Atemzug für Atemzug, Augenblick für Augenblick, das lebendige Wort des lebendigen Gottes vernehmen und mit unserem Leben beglaubigen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Angaben zur Zitierweise</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die nachfolgenden Passagen aus dem Essener Evangelium habe ich aus verschiedenen Übersetzungen so präzisiert, dass der eben genannte Zusammenhang erkennbar wird. In runden Klammern stehen (Erläuterungen), in geschwungenen {grössere Abweichungen vom ursprünglichen Text}. Alle Hervorhebungen sind von mir.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">==&gt;</span></strong> wer sich weiter vertiefen will, lese:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="https://amzn.to/38WwNPz" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">Das Evangelium der Essener, von Edmond Bordeaux Szekely</a></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Wie können wir Gottes Gesetze lesen, wenn nicht in den heiligen Schriften? Wo stehen sie geschrieben? Lies sie uns vor von dort, wo du sie siehst; denn wir kennen nichts anderes als die Schriften, die wir von unseren Vätern geerbt haben (die Bibel). Sage uns die Gesetze, von denen du sprichst, damit wir sie hören und sie uns heilen und rechtfertigen mögen.« Jesus sagte: »</em><strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"><em>Ihr verstehet die Worte des</em></span></strong><em><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"> <strong>Lebens nicht mehr, weil ihr im Tode wandelt.</strong></span> Das Dunkel trübt eure Augen, und eure Ohren sind mit Taubheit geschlagen. Denn ich sage euch, <strong>es nützt euch nichts, wenn ihr eifrig über toten Schriften brütet, während ihr durch eure Taten den verneint, der euch diese Schriften gegeben ha</strong>t. Wahrlich, ich sage euch, Gott und seine Gesetze sind nicht in euren Taten. Sie sind nicht in Schlemmerei und Völlerei, noch in liederlichem Leben oder lüsternem Tun, noch in der Gier nach Reichtum oder im Hassen eurer Feinde. Alle diese Dinge sind ferne vom wahren Gott und von seinen Engeln. Sie kommen aus dem Reich der Finsternis und vom Herrn aller Übel. Und alle diese Dinge tragt ihr in euch selber, und <strong>das Wort und die Kraft Gottes können nicht in euch eintreten, weil alle eure Übel und Gräuel in eurem Leibe und in eurem Geiste wohnen</strong>. Wollt ihr, dass das Wort und die Kraft des lebenden Gottes in euch strömen mögen, so <strong>beschmutzt und schändet weder euren Leib noch euren Geist </strong>(u.a. mit toten Tieren, wie unten erkennbar); denn </em><strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"><em>der Leib ist der Tempel des Geistes</em></span></strong><em><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">,</span> und der Geist ist der Tempel Gottes. Läutert den Tempel, damit der Herr des Tempels darin wohnen und einen Ort innehaben mag, der seiner wert ist.“</em> (S. 17)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser und anderen Passagen fällt auf, dass Jesus immer wieder auf Unverständnis stösst. Seine Zuhörer haben buchstäblich eine lange Leitung, auf der sie zu allem Leidwesen auch noch selbst stehen. Er kreist mit seinen Worten immer wieder neu um dieselbe Wahrheit, wenn es sein muss, wie folgender Abschnitt zeigt, mit grösstmöglicher Wortgewalt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>«Du sollst nicht töten»</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Zu denen vor alter Zeit wurde gesagt: »Ehre deinen himmlischen Vater und deine irdischen Eltern {Erdenmutter}, und halte die Gebote, damit du lange lebest auf dieser Erde.« Und das vordringlichste Gebot lautete: »<strong>Du sollst nicht töten</strong>.« Gibt doch der Ewige allen das Leben, und was der Ewige gegeben hat, soll der Mensch nicht wegnehmen. Denn wahrlich ich sage euch, alles, was auf Erden lebt, kommt von der einen Mutter (Eva). <strong>Wer daher tötet, tötet seinen Bruder</strong>. Und der fruchtbare Ackerboden wird sich von ihm abwenden und wird ihm seinen Ertrag entziehen (wie bei Kain) {die Erdenmutter wird sich von ihm abwenden und wird ihm ihre belebenden Brüste entziehen}. Und Engel werden ihn meiden (nicht mehr schützen), und das Böse {Satan} wird in seinem Leibe Wohnung beziehen. <strong>Und das Fleisch der erschlagenen Tiere wird in seinem Leibe zu seinem eigenen Grabe werden</strong>. </em><strong><em><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Denn wahrlich sage ich euch, wer tötet, tötet sich selber, und wer das Fleisch gemordeter Tiere isst, isst vom Leibe des Todes</span></em></strong><em>. Denn <strong>in seinem Blute</strong> wird jeder Tropfen <strong>ihres Blutes zu Gift</strong>; in seinem Atem beginnt ihr Atem zu stinken; in seinem Fleisch ihr Fleisch zu eitern {schwären}; in seinen Knochen ihre Knochen porös zu werden; in seinen Eingeweiden ihre Eingeweide zu faulen; in seinen Augen ihre Augen sich trüben (Star); in seinen Ohren produzieren ihre Ohren Schmalz. <strong>Und ihr Tod wird zu seinem Tode. Denn nur im Dienste eures Himmelvaters </strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"><strong>werden eure </strong></span></em><strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color"><em>Sünden von sieben Jahren euch in sieben Tagen vergeben</em></span></strong><em><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">.</span> Das Böse {Satan} aber vergibt euch nichts, ihm müsst ihr alles bezahlen. »Aug um Aug, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Feuer um Feuer, Wunde um Wunde«; Leben um Leben, Tod um Tod. Denn der Sünde Lohn ist der Tod. <strong>Tötet nicht, noch esst das Fleisch eurer unschuldigen Beute, damit ihr nicht Sklaven des Bösen {Satans} werdet.</strong> Denn dies bedeutet den Pfad des Leidens, und er führt zum Tode. Tut vielmehr den Willen des Ewigen, damit seine Engel euch auf dem Weg des Lebens dienen mögen.</em> (S. 41f)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele, zu viele sind dies drastische, unerhörte Worte. Wer kann ihnen standhalten? Sie sind wohl kaum zufällig an den äussersten Rand der biblischen Überlieferung geraten, sind sie doch nicht nur ein Frontalangriff auf unseren Lebensstil, sondern auch auf den dogmatischen Kern des Glaubens, nämlich das Sühneopfer.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein humanes Gesetz</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses verbale Gewitter hat für jene eine reinigende Wirkung, die «den Weg des Lebens» suchen. Dabei sind die Bedingungen mehr als freundlich, sodass auch jemand in der zweiten Lebenshälfte die Umkehr schafft. Was zählt, ist zuallererst die entschlossene Hinwendung zur Ewigen Bestimmung im Denken, Fühlen und Handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann dauert es für alle sieben Jahre auf dem Irrweg eine Woche, um wieder ursprünglich und rein zu werden – eine <em>anima mera</em>. Für einen siebzig Jährigen sind dies ganze zehn Wochen, nicht mal drei Monate. Ein humanes Gesetz. Wenn das nicht Gnade ist…</p><p>The post <a href="https://animamera.com/das-evangelium-der-essener/">Das Evangelium der Essener</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>&#171;Erkenne dich selbst!&#187; &#8211; Gesamtbild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2020 12:45:32 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ewige Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit diesem Post möchte ich ein Gesamtbild der Ewigen Bestimmung zeichnen, sowohl rückblickend wie vor allem auch vorausschauend, um einen Bezugsrahmen für die einzelnen Skizzen zu liefern. Wer sich gründlich vertiefen will, um sich ein begründetes Urteil zu bilden, dem empfehle ich mein im Herbst 2022 erschienenes Buch Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Post möchte ich ein <span class="has-inline-color has-very-dark-gray-color">Gesamtbild der </span><a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ewigen Bestimmung</a> zeichnen, sowohl rückblickend wie vor allem auch vorausschauend, um einen Bezugsrahmen für die einzelnen Skizzen zu liefern. Wer sich gründlich vertiefen will, um sich ein begründetes Urteil zu bilden, dem empfehle ich mein im Herbst 2022 erschienenes Buch <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="https://animamera.com/aufbruch-zur-quelle-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener" title="Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung.">Aufbruch zur Quelle des Lebens. Von der Sehnsucht nach dem Ursprung.</a></mark></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den fruchtbarsten Weg, um dem Gesamtbild auf die Spur zu kommen, empfiehlt meines Erachtens die Weisheit aus der Antike: <strong>«Γνῶθι σεαυτόν – Erkenne dich selbst!»</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufforderung stand bekanntlich am Eingang zum Orakel von Delphi. <em>Sokrates</em> hat sie weiter entfaltet, weil er in ihr den Schlüssel für alle Wahrheitssuche und Lebensgestaltung sah:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Mein Bester, vergiss nicht, <strong>dich selbst zu erkennen</strong>, und mache nicht den Fehler, den die meisten Menschen machen! Denn die meisten sind darauf aus, vor den Türen anderer zu kehren und kommen nicht dazu, vor ihrer eigenen zu kehren.</p>
<cite>Sokrates, in: Xenophon, Memorabilien, III, 7, 9</cite></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Erkenne dich selbst durch Gewahrsein</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso nehme ich diese Aufforderung &#171;Erkenne dich selbst!&#187; als Richtschnur, um dem Kern meiner Webseite ANIMAMERA näher zu kommen: <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">der Ewigen Bestimmung der ursprünglichen, wahren und unverfälschten Seele.</span> So gesehen, geht es nämlich ums Ganze, da jede Erkenntnis über persönliches Wahrnehmen, sprachlichen Austausch und sorgfältiges Nachdenken zustande kommt, mit einem Wort: durch <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Gewahrsein</span>. Davon ist das Schicksal und die Freiheit aller Lebewesen abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es nun um Wahrheit insgesamt geht, kann ich mich demnach als individuelles Wesen nicht aus dem Spiel nehmen; vielmehr bin ich mir selbst die erste Frage. Modern gesprochen ist dies die <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Frage nach der Identität</span>. Und sie wird zur grössten Frage, wenn ich ahne, dass ein viel grösseres DU mein Ich erst ins Dasein ruft.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gesamtbild der Ewigen Bestimmung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die Wissenschaft bedient sich der Grundlagenforschung, um ein Gesamtbild zu zeichnen. Generell bezieht sich jeder auf irgendwelche Grundannahmen, häufiger unbewusst als bewusst, sei es als Vorurteil, Neigung, oder Vorliebe, sei es als Weltanschauung, Paradigma oder Glaube. Wir wachsen ja in der Regel in einem für die Mehrheit <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">plausiblen Bezugsrahmen</span> auf und können uns eine Alternative zunächst gar nicht vorstellen. So elementar nun dieser Bezugsrahmen für jedes Denken und Handeln ist, so schwierig ist es aber, ihn bewusst zu erkennen, geschweige denn zu hinterfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wichtig ein kritischer Blick auf das persönliche Gesamtbild ist, zeigen mir immer wieder Glaubenssätze, die eine echte und lebendige Entfaltung ersticken: «Ich muss perfekt sein», «Im Leben wird dir nichts geschenkt», «Ich bin halt so», «Alle Menschen sind gleich», «Wo Licht ist, ist auch Schatten», «Es gibt keine Wahrheit, nur Wahrheiten» usw. Wer bei sich selbst nur einen einzigen <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">falschen Glaubenssatz</span> entlarvt und überwunden hat, weiss, mit welchen Widerständen und Kämpfen dies verbunden ist. Das ist der Preis für das &#171;Erkenne dich selbst!&#187;.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Bisheriges Glaubensgebäude in Frage stellen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nun mute ich dir nicht allein dies zu, sondern womöglich auch, deinen gesamten Bezugsrahmen, dein <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">gesamtes Glaubensgebäude zu hinterfragen</span>. Je grösser und kompakter es ist, desto mehr musst du dich anstrengen und womöglich nach Hilfe umschauen, damit du es umbauen kannst. Vollends bedrohlich wird es aber, wenn du nur schon zu ahnen beginnst, dass das Fundament nicht mehr tragen könnte. Dann stehst du buchstäblich vor einem Trümmerhaufen. Kein Wunder, wer dann in einem solchen Fall nicht genauer hinschauen will oder kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was das bedeutet, ist mir sehr wohl bewusst, weil ich selbst diese radikale Erfahrung gemacht habe und mir von Grund auf einen neuen Bezugsrahmen suchen musste. Es tut weh, gewiss, und überlässt einen für längere Zeit einem prekären Lebensgefühl. Ich kann aber auch bestätigen, dass sich der mühsame Weg lohnt. Sich selbst zu erkennen, führt in die Freiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es heutzutage etwas leichter, weil gerade alle Selbstverständlichkeiten einer sogenannt freien demokratischen Grundordnung auseinanderbrechen. Der aktuelle Maskenball im Rahmen der global ausgerufenen Pandemie macht zum Glück sichtbar, dass sich nicht alle einen Maulkorb verpassen lassen, sondern Wege suchen, die wirklich dem Leben dienen. So lade ich dich ein, folgende Erzählung auf dich wirken zu lassen, auch wenn sie deiner eigenen zuwiderläuft; sie könnte womöglich Wahres enthalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Richtschnur des freien Willens</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Post über <a rel="noreferrer noopener" href="https://animamera.com/die-lebendige-seele-und-ihre-ewige-bestimmung/" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">die lebendige Seele</span></a> habe ich bereits auf die ursprüngliche Schöpfungsordnung hingewiesen, dass Menschen wie Tiere beseelt sind und darum den Lebenswillen jedes einzelnen Wesens achten sollen. <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Die Seele verstehe ich dabei als Träger von Bewusstsein und Lebenswillen.</span> Als geschaffene Mikroseelen sind sie Teil der Makroseele des Ewigen Schöpfers und tragen insofern seinen lebensschaffenden Charakter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lebenswille eines einzelnen Wesens ist die Kehrseite des ewigen Schöpferwillens, weshalb er von jedem anderen Wesen respektiert werden möchte. Andernfalls wäre dies ein Angriff auf die Höchste Persönlichkeit des Schöpfers selbst. Diesen wechselseitigen Respekt erfülle ich aber nur dann, wenn mein Lebenswille denjenigen eines andern nicht in Frage stellt und <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">ich freiwillig darauf verzichte, auf Kosten eines anderen Wesens zu leben.</span></p>



<h4 class="wp-block-heading">Erkenne dich selbst im freien Lebenswillen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lebenswille von uns Menschen setzt also den freien Willen bereits voraus, mithin die Möglichkeit, zwischen Leben und Tod, Gut und Böse zu unterscheiden. Diese Fähigkeit zeichnet ein <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">moralisches Wesen mit Bewusstsein</span> aus, das nicht einem blossen Programm folgt, sondern das verantwortlich ist für seine Entscheidungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es sich mit dem offensichtlichen Unterschied zwischen den beseelten Wesen Tier und Mensch verhält, unter dem Aspekt des Fressens und Gefressen-Werdens, muss ich an einem anderen Ort erläutern. Der <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">erste Schöpfungsbericht </span>in 1. Mose 1 entfaltet auf alle Fälle gleich zu Beginn die Richtschnur des freien Willens, um die Grundlage für alle weiteren Fragen unmissverständlich zu klären. Wir lesen in 1. Mose 1,3f:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">3 Der Ewige sprach: <strong><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Licht</span></strong> soll da sein! Und Licht kam ins Dasein. 4 Der Ewige sah, dass das Licht vollkommen war. Und der Ewige <strong>unterschied zwischen Licht und Finsternis.</strong></p>
<cite>Übersetzung gemäss Asher Torah</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Die Trennung von Gut und Böse</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als allererstes erschuf der Ewige das, was in sich lichtvoll und gut ist, frei von allen Störungen: ein vielstimmiges harmonisches Ja. Wo dieses Licht ist, gibt es keinen Schatten. In einem zweiten Schritt etabliert der Ewige in seiner Schöpfung die Richtschnur des freien Willens, indem er im Sinne einer <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Wahlmöglichkeit zwischen Licht und Finsternis, Gut und Böse</span> unterscheidet. Jedes nachfolgend erschaffene Wesen bekommt so die begrenzte Möglichkeit, statt im Licht zu bleiben, es zu verdunkeln und dem Bösen Raum zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er trennte mit anderen Worten den Bereich des Lebens vom Bereich des Todes. Ein bewusstes Wesen kann also nur dann unter den Einflussbereich des Bösen kommen, wenn es sich in einem Akt der Verneinung gegen das Erschaffen und für das Zerstören entscheidet, indem es sich so selbst vom Lebenslicht, das vom Ewigen kommt, entfernt und bei starrsinniger Wiederholung abtrennt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Rebellen mit Gotteskomplex</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Ursprünglich sind alle mit Bewusstsein und Willen begabte Geschöpfe ewige Lichtwesen</mark>. Als solche bewegen sie sich frei im Lebensraum des Schöpfungslichtes und sind verbunden mit dessen Quelle, dem Obersten Schöpfer. Alle haben sie dieselbe Fähigkeit zur freien Antwort auf das Geschenk des Lebens, zum relativen Ja oder Nein. Darin liegt die Quintessenz des &#171;Erkenne dich selbst!&#187;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun gibt es Wesen, die gegen den Höchsten Schöpfer rebellierten, weil sie als ihre eigenen Herren autonom sein wollten. Sie suchten sich ein Territorium, in dem sie ihre eigenen Spielregeln definieren konnten. Umgesetzt haben sie dies auf unserer Welt, im Schöpfungsraum von Energie und Materie, den sie nach ihren eigenen Vorstellungen neu formatierten. Motiv dieser Machtübernahme war es, <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">sein zu wollen wie Gott</span>, um mittels Anmassung, Täuschung und Angst über andere Lebewesen zu herrschen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Banalität des Bösen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Da aber diese Rebellen keine lebendigen Seelen erschaffen, sondern nur manipulieren und zerstören konnten, um sich allmächtig und gottgleich zu fühlen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als gegen die Ewige Bestimmung zu verstossen. Sie zerstörten wiederholt und wider besseres Wissen und Gewissen den Lebenswillen anderer Wesen. Sie versuchten, sich des unendlich kreativen Lichtes zu bemächtigen. Darin wurzelt letztlich die Banalität des Bösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kamen auch wir Menschen, in Gestalt von ewigen Lichtwesen, ins Kreuzfeuer dieser Rebellen. Sie versuchten, uns mit allen Mitteln der Täuschung in ihr pervertiertes und korrumpiertes Schöpfungsspiel zu locken, mit dem notorischen Versprechen: «Ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!» (1. Mose 3,5). Da sie sich aber an die Richtschnur des freien Willens halten mussten, <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">suchten sie unsere Zustimmung zum Abfall von der Ewigen Bestimmung</span>. Sie konnten sich so als unsere vermeintlich rechtmässigen Herren aufspielen; ihr <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Gotteskomplex</span> begann sich zu manifestieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Fall vom Licht ins Dunkel</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Verhängnis erzählt die <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Geschichte vom Sündenfall</span> in 1. Mose 3, mit gravierenden Konsequenzen: Nachdem <em>Adam</em> und <em>Eva</em>, sinnbildlich für die gesamte Menschheit, auf die arglistig vorgebrachte, falsche Erzählung der Rebellen in Gestalt der Schlange hereingefallen waren, brachen sie ebenfalls die Ewige Bestimmung; sie verletzten selbst die Ewige Bestimmung, indem sie die Würde und den Lebenswillen anderer Wesen antasteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin merkten sie plötzlich, dass sie nackt waren, dass sie als Lichtwesen in die Finsternis gefallen sind und so nicht mehr vor dem Licht des Ewigen bestehen konnten. Aus diesem Grund <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">bedeckte <em>Jahwe</em> ihren Lichtkörper mit Haut (Fell).</span> Adam und Eva wurden, gefangen im Körper, aus dem Paradies vertrieben und vom direkten Umgang mit dem Höchsten Schöpfer ausgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei zu verstehen, dass kein Mensch die Schuld auf einen anderen schieben kann, auch nicht auf irgendeinen Teufel. Das ist der unangenehme Teil der Botschaft, das grösste Hindernis zum &#171;Erkenne dich selbst!&#187;: <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Jeder ist selbst für seinen Rauswurf aus dem Paradies verantwortlich. </span>&#8211; Woher nehme ich all diese Informationen? Neben den <strong>biblischen</strong> Quellen folge ich u.a. dem <strong>Buch Henoch</strong>, dem babylonischen Schöpfungsmythus <strong>Enuma Elish</strong> sowie den <strong>Nag-Hammadi</strong>-Schriften. Darüber hinaus sind viele Elemente in den Erzählungen anderer Kulturen zu finden, allen voran in den <strong>vedischen</strong> Schriften.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Parasiten auf der Suche nach freiwilligen Wirten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Aufstand gegen die Quelle des Lebens haben sich diese Rebellen selbst von der Verbindung mit der höchsten Lichtquelle abgeschnitten und so auf die <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Zeitschiene des Todes</span> katapultiert. Damit haben sie das Ende ihres vormals ewigen Lichtkörpers besiegelt. Offenbar haben sie die Gelegenheit zur Reue und Umkehr trotzig in den Wind geschlagen, im Gegensatz beispielsweise zu <em>Henoch, Noah, Abraham</em> oder <em>Mose</em>. Diese gelten als <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">aufrechte Menschen</span>, da sie die Ewigen Bestimmung erneut anerkannten und wieder nach ihr lebten. Ihre Verbindung zum Ewigen Schöpfer ist darum nie abgebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige vorläufige Lösung sahen die Rebellen nun darin, mit dem Ewigen Schöpfer verbundene Seelen freiwillig unter ihren Einflussbereich zu bringen, um dann ihr Seelenlicht anzapfen zu können. Nur so konnten und können sie ihre Auflösung ins Nichts etwas weiter hinausschieben. Das einzige, was sie dabei berücksichtigen müssen, ist die Grundregel des freien Willens. Deshalb besteht ihr Ziel darin, möglichst viele Seelen in ihrem korrumpierten und pervertierten Schöpfungsspiel gefangen zu halten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit immer wieder neuen <span class="has-inline-color has-very-dark-gray-color">trügerischen</span> Erzählungen, sogenannten <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Kontroll-Narrativen</span>, verführen sie Menschen dazu, konstant gegen die Ewige Bestimmung zu leben. Nach dem Tod locken sie ihre Seelen wieder zurück ins Menschheitsdrama. Dies ist der unsägliche <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Kreislauf der Wiedergeburt</span>; er beschreibt das Werk von skrupellosen Parasiten auf der Suche nach freiwilligen Wirten, nach Menschen, die sich dazu verführen lassen, die Ewige Bestimmung zu verletzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Umkehr zur Quelle des Lebens</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Weg nach Hause</span> aus diesem Gefängnis besteht nun darin, dass wir als Menschen die Ewige Bestimmung, den immerwährenden Auftrag neu kennenlernen, leben und an andere weitergeben. So kann auch die gesamte gefallene Schöpfung wieder heil werden. Der Kern von allen oben genannten Schriften und Überlieferungen lässt sich darum in folgender Doppelbotschaft zusammenfassen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Charakter von </span><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="https://animamera.com/mehr-als-schall-und-rauch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aehjae</a></span><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">, des Obersten Schöpfers, besteht darin, Leben zu erschaffen</span> und zu erhalten, nicht zu zerstören. Er ändert sich nie (vgl. Maleachi 3,6).</li>



<li>Wir Menschen sind dazu aufgerufen, zum Höchsten Schöpfer <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">umzukehren</span>, indem wir seiner Weisung (hebräisch = <em>Torah</em>) folgen, nämlich der Ewigen Bestimmung: <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">den Lebenswillen eines jeden beseelten Wesens zu achten.</span></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss dieses das Gesamtbild abschreitenden Weges bin ich also selbst wieder gefragt, stehe ich gewissermassen vor der eigenen Türe. Vor dieser wischen heisst zu fragen: Wer bin ich wirklich ? Es heisst, sich nicht mehr mit zufälligen Konstrukten zu identifizieren, weder mit materiellen Gütern wie Gold, Haus oder Technologie, noch mit Glaubensgebäuden im Umkreis von Geld, Zeitgeist oder Religion. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">&#171;Erkennen dich selbst!&#187; hiesse also in unserem Zusammenhang, vor der eigenen Türe zu wischen, einzugestehen, dass ich den Immerwährenden Auftrag, die Ewige Bestimmung verraten habe. Es hiesse, umzukehren zur Quelle allen Lebens.</mark></p>



<p class="wp-block-paragraph">Lass diese Worte wirken, gerade die befremdlichen. Forsche selbst nach und mach dich auf eine Entdeckungsreise. Und öffne dich für die unverfälschte Stimme deiner eigenen Seele!</p>



<p class="wp-block-paragraph">==&gt; nachfolgend sind Kommentare willkommen</p><p>The post <a href="https://animamera.com/erkenne-dich-selbst-gesamtbild/">«Erkenne dich selbst!» – Gesamtbild</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Bund Gottes mit den Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 20:43:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bund]]></category>
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		<category><![CDATA[Schöpfungsordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Botschaft, dass sich der ewige Gott direkt mit dem sterblichen Menschen verbindet, gehört zum Kern der evangelischen, insbesondere der reformierten Tradition. Auch die Rede vom Alten und Neuen Bund, vom ersten und zweiten Testament, zeigt, dass der Bundesgedanke für das Verständnis der Bibel zentral ist. Ich plädiere nun für ein radikal neues Verständnis, das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Botschaft, dass sich der ewige Gott direkt mit dem sterblichen Menschen verbindet, gehört zum Kern der evangelischen, insbesondere der reformierten Tradition. Auch die Rede vom Alten und Neuen Bund, vom ersten und zweiten Testament, zeigt, dass der Bundesgedanke für das Verständnis der Bibel zentral ist. Ich plädiere nun für ein radikal neues Verständnis, das ich in der Rückbesinnung auf den Ursprung der biblischen Überlieferung <a href="https://animamera.com/die-ewige-bestimmung-des-schopfers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0000ff;">bereits angedeutet</span></a> habe: <span style="color: #ff0000;">Der Ewige Bund ist der Immerwährende Auftrag, die Ewige Bestimmung des Höchsten Schöpfers für seine Geschöpfe, der im Prinzip des freien Willens gründet.</span></p>
<h3>Altorientalisches und reformiertes Vorverständnis</h3>
<p>Bevor ich zum Eigentlichen komme, scheint es mir wichtig, die beiden massgeblichen Filter für das Jahrhunderte alte Vorverständnis des Bundesgedankens kurz anzuschneiden.</p>
<p>Im <strong>alten Orient</strong> war es üblich, dass sich zwei Parteien &#8211; zwei Sippen, Völker oder Länder &#8211; auf einen <em>gemeinsamen Verhaltenskodex</em> geeinigt haben und diesen in einem Bund besiegelten. Dazu wurde oft ein Stück Leder ungleichmässig in zwei Teile geschnitten und auf beide Parteien verteilt, sodass sie sich zweifelsfrei als Bundespartner ausweisen konnten. Daher rührt die aus dem Hebräischen <em>katab berit</em> wörtlich übersetzte Formulierung «einen Bund schneiden» im Sinne von schliessen. Die blutigere Variante war dergestalt, dass die Bundespartner ein lebeindiges Tier zerteilten und zwischen den beiden Hälften hindurchgingen mit de Schwur: So soll es dem ergehen, der sich nicht an die Abmachungen hält.</p>
<p>Als Bundespartner kamen sowohl gleichgestellte wie auch über- und untergeordnete Partner in Frage. In unserem Fall diente natürlich nicht der paritätische Bund, sondern der <em>Vasallenbund</em> als Vorlage. Die tonangebende Instanz war entweder ein dominanter Herrscher, ein stärkeres Land oder aber eine Gottheit. Diese diktierte die Bedingungen wie auch die Sanktionen, wenn es zum Bundesbruch kommt.</p>
<p>Die <strong>Reformatoren</strong> im 16. Jahrhundert betonten, dass der Bund Gottes mit den Menschen im <em>Opfertod Jesu Christi</em> endgültig und für alle Zeiten besiegelt wurde und im <em>persönlichen Glauben</em> des einzelnen als Glied der Gemeinde seine Erfüllung findet. Darum heisst er auch der <span style="color: #ff0000;">Neue Bund.</span> Der Heidelberger Katechismus (1563), ein Unterricht im reformierten Bekenntnis, beginnt mit folgender Frage, die auf diesem Hintergrund treffend beantwortet wird:</p>
<p><strong><em>Was ist dein einiger Trost im Leben und im Sterben?</em></strong><strong><em> </em></strong></p>
<p><em>Dass ich mit Leib und Seele,<br />
beides, im Leben und im Sterben,<br />
nicht mein, sondern meines getreuen<br />
Heilands Jesu Christi eigen bin,</em></p>
<p><em>der mit seinem teuren Blut<br />
für alle meine Sünden vollkömmlich bezahlt…</em></p>
<p>Auf die Kurzformel gebracht: Ich glaube, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist. <em>Zwingli</em> hat diesem Bekenntnis die <span style="color: #ff0000;">Taufe als Bundeszeichen</span> gegenübergestellt. Angefangen bei Zwingli, <em>Bullinger</em> und <em>Calvin</em>, über <em>J. Coccejus</em> bis hin zum Alttestamentler <em>W. Eichrodt</em> hat sich in der reformierten Traditionslinie eine differenzierte Bundes- bzw. Föderaltheologie herausgebildet, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte.</p>
<p>Nur schon die Tatsache, dass es diesbezüglich unter den protestantischen Denominationen schon lange <span style="color: #ff0000;">keinen Konsens</span> mehr gibt, heisst für mich, dass wir <em>ad fontes</em>, zu den Quellen gehen und nochmals von vorne beginnen müssen. Zudem weist der Begriff &#171;Bund&#187; m. E. in die falsche Richtung, weil er den Eindruck erweckt, als ob ein paar erlesene Menschen einen exklusiven Deal mit dem Höchsten abschliessen konnten. Dies suggeriert dann ein <span style="color: #ff0000;">fatales Erwählungsbewusstsein</span>, frei nach Bob Dylan&#8217;s Song <em>&#171;With God on our side&#187;</em>.</p>
<h3><strong>Die Hebräer und das erste Gesetz</strong></h3>
<p>Für das <em>Verständnis der Bibel</em>, insbesondere des Alten Testamentes, sind zwei Dinge wichtig.</p>
<p>1) <strong>Wissenschaftlichen Untersuchungen</strong> haben eindeutig gezeigt, dass der wichtigste Teil, die <span style="color: #ff0000;"><em>Torah</em></span> (5 Bücher Mose), <em><span style="color: #000000;">aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt, redigiert und korrigiert </span></em>worden ist. Federführend war dabei die levitische Priesterklasse &#8211; allen voran der biblisch bekannte <em>Esra</em> &#8211; die wesentliches zu ihren Gunsten manipuliert hat. Die wichtigste und folgenreichste Verfälschung liegt wohl in der Übernahme der Opferpraxis aus der heidnischen Umwelt.</p>
<p>Im Umkehrschluss heisst das, dass die <span style="color: #ff0000;">Bibel</span>, so wie sie uns heute vorliegt, <span style="color: #ff0000;">unmöglich wortwörtlich vom Höchsten Schöpfer inspiriert </span>sein kann. Wir brauchen vielmehr ein kritisches Instrumentarium, das uns den Weg durch den textlichen Dschungel zeigt.</p>
<p>2) Die <strong>mündliche Tradition der Hebräer</strong>, wie sie <em>Shmuel Asher</em> in der karaitischen Linie verkörpert, liefert hier die fehlenden Einsichten. Die meisten, die sich auf den Stammvater <em>Jakob</em> berufen, wissen um <span style="color: #ff0000;">zwei verschiedene Gesetze</span> oder besser Anweisungen &#8211; hebräisch: <span style="color: #ff0000;">Torah</span>. Das erste und ursprüngliche Gesetz hat der Ewige Gott dem Mose am Berg <em>Horeb</em> neu bestätigt. Das zweite, am Berg <em>Sinai</em> publizierte Gesetz, das wir gemeinhin als <em>die 10 Gebote</em> kennen, hat Mose erst in Kraft gesetzt, nachdem sein Volk das erste mit Füssen getreten hat. Soweit die Geschichte in Kürze.</p>
<p>Die <strong>Propheten</strong> haben immer wieder auf das erste Gesetz als Inhalt des Bundes hingewiesen, entweder den Abfall beklagend oder vorausschauend auf die Erneuerung des Bundes.</p>
<blockquote><p>Hosea 8,1: <em>«Sie haben meinen <strong>Bund</strong> gebrochen und sind abgefallen von meiner <strong>Weisung</strong>.»</em></p>
<p>Jeremia 31,33: <em>«Dies ist der <strong>Bund</strong>, den ich mit dem Haus Israel schliessen werde nach jenen Tagen, Spruch des HERRN: Meine <strong>Weisung</strong> habe ich in ihre Mitte gegeben, und <strong>in ihr Herz werde ich sie ihnen schreiben</strong>. Und ich werde ihnen Gott sein, und sie, sie werden mir Volk sein.»</em></p></blockquote>
<p>Alles in allem geht es um die Torah, die eine ewige Weisung, wie sie der Höchste von Beginn der Schöpfung an in Kraft gesetzt und immer wieder aufs Neue durch seine Boten erneuert hat. <span style="color: #ff0000;">Die Schöpfungsordnung ruht auf dem Prinzip des freien Willens</span>, das infolgedessen allen beseelten Wesen, Tieren wie Menschen, <span style="color: #ff0000;">vegetarische Nahrung</span> zuweist. Kein beseeltes Wesen darf  auf Kosten eines anderen beseelten Wesens leben.</p>
<blockquote><p>Gen 1,29: <em>«Und der Oberste Schöpfer sagte: «Seht, ich habe euch jede Pflanze gegeben, die Samen sät, die auf der ganzen Erde ist, und jeden Baum, der die Frucht eines Baumes ist, der Samen sät; dies wird euch Nahrung sein, 30 und f<strong>ür jedes Tier</strong> der Erde und für <strong>alle Vögel</strong> der Himmel und für j<strong>edes Kriechtier</strong> auf der Erde, <strong>das eine lebendige Seele hat: Jede grüne Pflanze dient als Nahrung.</strong> Und so war es auch.» </em>(Übersetzung S. Asher)</p></blockquote>
<p>Für <em>Adam</em> und <em>Eva</em>, das idealtypische Menschenpaar, galt diese Bestimmung ebenso, gegen die sie im sogenannten Sündenfall verstossen haben (Hosea 6,7). Allumfassend erneuert und bestätigt wurde das erste universale Gesetz durch <em>Henoch</em> und seinen Urenkel <em>Noah</em>. Zu ihm spricht der Ewige:</p>
<blockquote><p>Gen 6,18: &#171;<em>Mit dir aber will ich <strong>meinen </strong></em><strong><em>Bund</em></strong><em><strong> aufrichten</strong>. So geh in die Arche, du und mit dir deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne.&#187;</em></p></blockquote>
<p>Immer wieder hat der Höchste Schöpfer seine Boten geschickt, wenn seine ewige Bestimmung ganz zu verschwinden drohte: nach <em>Abraham</em> war es <em>Mose</em>, danach viele Propheten, v.a. <em>Jeremia</em> und <em>Jesaja</em>, und schliesslich <em>Jesus</em> selbst, der das erste Gesetz mit unvergleichlicher Weisheit, Kraft und Klarheit wiederbelebt hat.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>==&gt;</strong></span> wer sich weiter vertiefen will, lese:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://amzn.to/347jCrD" target="_blank" rel="noopener noreferrer">S<span style="color: #0000ff;">chmuel Asher, The Land of MEAT &amp; Honey, 2012</span></a></p>
<h3><strong>Merkmale und Titel des ersten Gesetzes</strong></h3>
<p>Die vorangegangenen Überlegungen werfen die dreifache Frage auf, die m. E. kaum gestellt wird: <strong>Welcher Gott verbindet sich nun unter welchen Bedingungen mit welchen Menschen?</strong> Wenn es nämlich hinsichtlich des Ursprungs und Geltungsbereichs zwei unterschiedliche Gesetze gibt, dann gibt es auch <em>zwei unterschiedliche Gesetzgeber</em>. Das zweite Gesetz vom Sinai weist nämlich viele historische Parallelen zum babylonischen Kodex Hammurabi und zu Gesetzessammlungen der Hyksos-Dynastie Ägyptens auf, weshalb es nicht ewigen Ursprungs sein kann. Gott ist nicht gleich Gott im heutigen Bibeltext. Mehr dazu im kommenden Blog, der vom Namen Gottes handelt.</p>
<p><em>Abraham</em>, der im Haus Noahs lebte und dessen Vermächtnis kannte, bekam als erster in dieser Deutlichkeit die umfassende Zusage Gottes, dass er durch ihn die ursprüngliche Ordnung für die ganze Welt wiederherstellen will.</p>
<blockquote><p>Gen 17,7: <em>«Ich richte meinen Bund auf zwischen mir und dir und deinen Nachkommen, von Generation zu Generation, als einen <strong>ewigen Bund</strong>, dass ich dir und deinen Nachkommen Gott sei.»</em></p></blockquote>
<p>Zusammenfassend ergeben sich folgende <strong>Merkmale</strong> dieses ewigen Bundes, der die zentrale Weisung des Obersten Schöpfers verkörpert.</p>
<ol>
<li>Beteiligte Parteien: Ewiger Gott und Menschen</li>
<li>Gegenstand: freier Wille, d.h. Ehrfurcht vor allen beseelten Wesen</li>
<li>Gültigkeitsdauer: ewig</li>
</ol>
<p>Aus dem Zusammenhang habe ich nun versucht, den ewigen Bund, hebräisch: <span style="color: #ff0000;"><em>berit olam</em></span>, neu zu <strong>titulieren</strong>, damit er in seinem Gehalt zugänglicher wird. Das Wortfeld für <em>berit</em> umfasst folgende Bedeutungen: Einwilligung und Einverständnis, (Selbst-) Verpflichtung und Zusage, Festsetzung, Bestimmung und Auftrag, Vereinbarung und Abmachung, Verständigung und Einvernehmen.</p>
<p>Im Anschluss an S. Asher und unter Berücksichtigung aller Facetten des ersten Gesetzes habe ich mich für zwei Titel entschieden: <span style="color: #ff0000;">Immerwährender Auftrag</span> und <span style="color: #ff0000;">Ewige Bestimmung</span>. Letzteren verwende ich wegen seiner griffigeren Form in den Überschriften.</p>
<h3><strong>Bestätigung durch Jesus im Doppelgebot der Liebe</strong></h3>
<p>Stützen wir uns auf die Kernbotschaft von Jesus, dann wird schnell deutlich, dass er der Torah des Ewigen, seinem universalen Gesetz, wieder umfassend Geltung verschaffen wollte.</p>
<blockquote><p>Mt 5,17: <em>«Meint nicht, ich sei gekommen, das <strong>Gesetz</strong> oder die <strong>Propheten</strong> aufzulösen. Nicht um aufzulösen, bin ich gekommen, sondern <strong>um zu erfüllen</strong>.»</em></p></blockquote>
<p>Diese Aussage macht nur dann richtig Sinn, wenn man von den zwei Gesetzen weiss. Jesus ging es darum, dass das erste Gesetz, das universale Prinzip der Schöpfung, wieder vollumfänglich in Kraft tritt. Was dies konkret bedeutet, hat er im Streitgespräch mit einem Gesetzeslehrer der Pharisäer folgendermassen auf den Punkt gebracht:</p>
<blockquote><p>Mt 22,37-39: <em>«Du sollst den Herrn, deinen <strong>Gott, lieben</strong> mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.</em><em> <span data-vid="585670">38</span> Dies ist das höchste und erste Gebot. <span data-vid="585671">39</span> Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst <strong>deinen Nächsten lieben wie dich selbst.</strong> <span data-vid="585672">40</span> An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.»</em></p></blockquote>
<p>Gott lieben bedeutet aber auch, <span style="color: #ff0000;">dass ich seinen Charakter als Schöpfer und Lebensspender wiederspiegle</span>, indem ich den freien Lebenswillen von jedem beseelten Wesen gemäss dem ersten Schöpfungsbericht respektiere. So gesehen, widerspricht es elementar der Ewigen Bestimmung, wenn ich ohne Not ein Lebewesen töte, sei es als Opfer oder zum Verzehr. Davon mehr in einem neuen Blog.</p><p>The post <a href="https://animamera.com/der-bund-gottes-mit-den-menschen/">Der Bund Gottes mit den Menschen</a> first appeared on <a href="https://animamera.com">ANIMA MERA</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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